Den Schutz des Rheingebiets im Blick

Otmar Faller

Von Otmar Faller

Sa, 30. November 2019

Hartheim

Hartheimer Verein Heimat- und Hochwasserschutz besteht seit 25 Jahren / Vorstand erhält Zuwachs.

HARTHEIM AM RHEIN (ofa). Seit 25 Jahren hat der Hartheimer Verein Heimat- und Hochwasserschutz (HHH) das Rheingebiet im Blick. Genauer gesagt dessen Schutz, der nicht nur wirksam, sondern für die Menschen und die Natur in und um Hartheim auch verträglich sein soll. Dies zeigen schon die Anfänge seiner Geschichte, die mit der Planung für den Bau eines überdimensionalen Hochwasserschutzes bei Rheinkilometer 220,5 südlich von Breisach begannen. Der Rheinwald südlich von Breisach wäre dabei auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern vollständig zerstört worden. Um gegen diese Planungen angehen zu können, wurde der HHH am 19. Dezember 1984 gegründet. Diese, wie einige andere Planungsvarianten, wurden auch im Laufe der letzten 20 Jahre als nicht umweltverträglich von den planenden Behörden verworfen. Der Verein war daher mit seinem Ansatz der Verbindung von Heimat- und Hochwasserschutz gewissermaßen ein Vordenker für das Integrierte Rheinprogramm. In all diesen Jahren hat sich der HHH deshalb konstruktiv mit den Planungsbehörden auseinandergesetzt und sich um vernünftige und umweltschonende Lösungen eingesetzt.

Dass der Verein nach wie vor aktiv ist, zeigte auch die jüngste Hauptversammlung im Salmen, bei der der Vorstand nicht nur im Amt bestätigt, sondern durch ein Mitglied des Gemeinderats verstärkt worden ist. Der erste Vorsitzende Thomas Krämer, der auch Bürgermeister Stefan Ostermaier begrüßte, betonte "dass wir immer zur Stelle waren, wenn es darum ging, unserem Ziel ein Stück näher zu kommen". Und dieses Ziel war und ist "ein für Mensch und Natur verträglicher und auch wirksamer Hochwasserschutz an unserem Rheinabschnitt". Besonders erwähnte Krämer die Treffen mit den befreundeten Bürgerinitiativen für eine verträgliche Retention aus Breisach-Burkheim, Wyhl-Weisweil, Elzmündung, Schwanau, Paminaraum/Rheinstetten und der Arbeitsgemeinschaft Limnologie Oberrhein. Krämer erinnerte daran, dass es ihm ein Anliegen war, bei dem Bürgermeisterwahlkampf alle Kandidaten mit den Zielen des HHH vertraut zu machen. Er freute sich, "dass wir alle an einem Strang ziehen und der bisherige Einsatz des HHH sich gelohnt habe". Bürgermeister Ostermaier bestätigte: "Wir sind auf einem guten Weg und für die Zukunft gut aufgestellt."

Schriftführer Reiner Andresen erwähnte die vielen Aktivitäten des Vereins, hauptsächlich bestehend aus Besprechungen mit Experten oder deren Einladungen zu Vorträgen und Rechnerin Karin Faller konnte über einen zufriedenstellenden Kassenbestand berichten. Dabei erwähnte sie auch die Beteiligung der HHH am Ferienprogramm der Gemeinde und regte an, neue Vereinsmitglieder anzuwerben. Eine Diskussion gab es auch darüber, ob die derzeitigen moderaten Mitgliedsbeiträge in Zukunft angehoben werden sollten.

Neu gewählter Vorstand: 1. Vorstand Thomas Krämer, 2. Vorstand Erhard Burkart, Rechnerin Karin Faller und Schriftführer Reiner Andresen. Beisitzer sind Werner Imm, Clemens Resch, Oliver Haury und Ernst Sonntag. Neu dabei ist Maria-Luise Sienert.