Nachbarschaftshilfe

Der Bürgerbus Efringen-Kirchen würde gern zum Impfzentrum fahren

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Di, 12. Januar 2021 um 07:32 Uhr

Efringen-Kirchen

Das Team des Bürgerbusses Efringen-Kirchen hat seine Weihnachtspause beendet. Derzeit wird abgeklärt, ob der Bus Senioren auch nach Lörrach bringen dürfte. Ziel: das Kreisimpfzentrum.

Der Bürgerbus hat seine Fahrpause beendet und fährt wieder – wie gehabt am Dienstag und Freitag sowie am Donnerstagvormittag. "Unsere Fahrer bringen die Leute derzeit zum Arzt, zur Physiotherapie oder zum Einkaufen", schildert Bürgerbuskoordinatorin Christiane Breuer im Gespräch. Allerdings sei der Betrieb angesichts des andauernden Lockdowns und der aktuell geltenden Regeln eingeschränkt. Es würden deutlich weniger Fahrten angemeldet. Weshalb deren Disposition auch von einer Person zu schaffen ist. Sonja Pagenkopf hat diese Aufgabe übernommen.

Sonja Pagenkopf erledigt die Koordination der Fahrten derzeit von daheim aus. Der Raum im Rathaus, der bisher von den Fahrtdisponentinnen genutzt wurde, werde derzeit vom Rathausteam zur Einhaltung der Abstandsregeln selbst gebraucht, erklärt Christiane Breuer. Jeweils montags und mittwochs von 14.30 Uhr bis 17 Uhr können wie bisher Fahrtwünsche unter 07628/806123 durchgegeben werden.

Der Zeitaufwand für Impf-Fahrten wäre groß

Das Bürgerbusteam ist darüber hinaus gerade dabei, bei der Gemeindeverwaltung abzuklären, ob der Bürgerbus Einwohner auch ins Impfzentrum nach Lörrach fahren dürfte. Eigentlich sei das ja nicht vorgesehen, erinnert Breuer. Der von der Gemeinde gestellte und ehrenamtlich betriebene Bürgerbus sei für innerörtliche Fahrten da. Die Idee, ob er zum Impfzentrum fahren könnte, sei von Gabi Lehmann gekommen, so Christiane Breuer, die zusammen mit Gabi Lehmann im Vorbereitungsteam für den Verein "Lebendige Nachbarschaft Efringen-Kirchen LeNa EK" sitzt, der sich in den nächsten Monaten gründen möchte.

Christiane Breuer sieht allerdings auch den zeitlichen Aufwand, der damit verbunden wäre, einzelne Personen zum Impfen nach Lörrach zu fahren. Man müsse dann wohl mit einem Aufwand von zwei Stunden rechnen, meint sie. Weshalb die auf den Gedanken kam, ob man nicht in einer so großen Gemeinde wie Efringen-Kirchen zwei Tage lang ein Impfzentrum einrichten könnte. "Es ist nur eine Idee", merkt sie an. Und immerhin gebe es doch dort rund 2000 Einwohner über 60 Jahren, die als eine der nächsten Gruppen für die Impfung in Frage kämen.

Wenig Chancen für ein eigenes Impfzentrum

Hauptamtsleiter Clemens Pfahler, nach der Möglichkeit einer Impfstelle in der Gemeinde gefragt, sieht indes wenig Chancen dafür. Der Aufwand für ein Impfzentrum sei doch beträchtlich, meint er. Die Kühlketten müssten sichergestellt werden, das Zentrum müsste auf- und abgebaut werden, eine Fülle von Hygiene- und Sicherheitsvorschriften sei zu beachten und es brauche spezielles Personal dafür.

Der Landkreis richte ein Impfzentrum in Lörrach ein und werde kaum weitere kleine Zentren unterhalten wollen. Pfahler fürchtete zudem, weitere Impfstellen würden den Weg zum Impfen nur verlängern. Für Bewohner von Pflegeheimen wird die Impfung über mobile Teams des Impfzentrums Freiburg mit Unterstützung örtlicher Ärzte gesichert.