Eishockey

Der EHC Freiburg gewinnt auch in Weißwasser

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Di, 21. Januar 2020 um 22:11 Uhr

EHC Freiburg

Die Wölfe bleiben in der DEL 2 auf Erfolgskurs, am Dienstag triumphierten sie auswärts bei den Lausitzer Füchsen mit 3:1. Das Russell-Team verteidigte sich clever und nutzte seine Chancen eiskalt.

Wie deutlich haben sich die Kräfteverhältnisse seit dem 13. September 2019 in der zweiten Eishockey-Liga doch verändert? Damals, am ersten DEL-2-Spieltag, reiste der EHC Freiburg nach Weißwasser und verlor gegen die Lausitzer Füchse mit 3:7. Die Sachsen galten als eines der stärksten Teams der Liga, die Wölfe mit neuem Trainer und vielen Neuzugängen hingegen hielten Experten für eine Wundertüte. Gut vier Monate später haben sich die Freiburger zum Tabellenzweiten empor gearbeitet, während den Füchsen die Abstiegsrunde droht. Dieser Trend verstärkte sich am Dienstagabend, als der EHC dank einer cleveren Leistung die Lausitzer mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) besiegte.

Wie schlecht die Stimmung in der einstigen DDR-Eishockey-Hochburg mittlerweile ist, zeigte sich schon im ersten Drittel. Nur noch etwas mehr als 1800 Zuschauer kamen in die Eisarena, lange weigerten sie sich, ihre Spieler lautstark zu unterstützen.

Inmitten dieser bedrückten Atmosphäre machten die Freiburger alles richtig. Luke Pither, mittlerweile Topscorer der Wölfe, nutzte einen Freiraum am linken Flügel und brachte den EHC in Führung. Als im zweiten Drittel die Gastgeber viel Druck machten und den Ausgleich erzielten, blieben die Wölfe cool und eine überlegt und technisch gut geführte Aktion der ersten Angriffsreihe brachte die erneute Führung.

Erst danach besannen sich die beleidigten Füchse-Fans darauf, wie wichtig Eishockey für ihre Region ist: "Dynamo, Dynamo" hallte es durch das Eisstadion, die Wölfe standen im letzten Drittel phasenweise arg unter Druck, verloren aber weder die Ruhe noch die defensive Organisation. Mehr noch: Ins leere Tor erzielte Cam Spiro das 3:1.

Tore: 0:1 Pither (13.), 1:1 Breitkreuz (28.), 1:2 Billich (35.), 1:3 Spiro (60.). Strafminuten: 2 – 4. Zuschauer: 1816.