Folge des Großbrandes

Der Europa-Park Rust will durch eine Neuordnung für mehr Sicherheit sorgen

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Mo, 02. August 2021 um 12:00 Uhr

Rust

Der Großbrand am 26. Mai 2018 war für den Europa-Park Anlass, die Sicherheitsstruktur auf den Prüfstand zu stellen. Werkfeuerwehr und Rettungsdienst sollen bei der zusammengeführt werden.

Das Interesse an der ersten Bürgerbeteiligung am vergangenen Donnerstag in der Rheingießenhalle war verhalten, etwa 15 Personen waren gekommen. Verwaltung, Planer und Mitarbeiter des Europa-Parks waren in etwa der gleichen Anzahl vertreten.

Durch die Nähe zu Grünzügen, Naturschutz- und Vogelschutzgebieten komme der Ökologie besondere Bedeutung zu, betonte Bürgermeister Kai-Achim Klare zur Einleitung. Lioba Fischer vom gleichnamigen Freiburger Büro und Planer Bernhard Keller aus Vogtsburg gaben einige Eckdaten des 2,8 Hektar großen Baugeländes bekannt, das dem Europa-Park zur Verfügung steht. Das im Gebiet vorhandene Biotop – ein Feuchtgebiet – habe Bestandssicherung und soll Teil des Ruster Biotopverbundes sein. Die im Baugebiet vorhandenen privaten Grünflächen werden nicht überplant.

Europa-Park muss Ausgleichsflächen schaffen

Mit rund 169 600 Ökopunkten sind Ausgleichsflächen zu erbringen. Dazu gehören eine Versickerungsfläche für Oberflächenwasser und Stellfallen auf den Elzwiesen. Der Artenschutz werde noch untersucht. Die Abwasserversorgung erfolgt im Trennsystem, das Schmutzwasser wird an das örtliche Abwassersystem angeschlossen, das Oberflächenwasser wird in ein südlich anzulegendes Versickerungsbecken geleitet. Die Beleuchtung im Gelände soll tiergerecht gestaltet werden.

Zentrales Gebäude wird das Gerätehaus für die Werkfeuerwehr mit Rettungs- und Sicherheitsdienst, sagte der Leiter des Sicherheitsdienstes des Parkes, Benjamin Kirschbaum. Die Zusammenlegung an einem gemeinsamen Standort sei erforderlich gewesen, weil eine Analyse gezeigt habe, dass die Feuerwehr bei 95 Prozent der Einsätze ohnehin das Parkgelände verlassen müsse.

Der neue Standort ist strategisch günstiger

Der neue Standort mit direkter Zufahrt zum Kreisel auf die Europa-Park-Straße sei strategisch der bessere Standort. Die Bündelung bedeute weniger Flächenverbrauch. Eine Begrünung mit Sträuchern und Bäumen werde das Baugebiet umschließen, ergänzte Jürgen Sedler, Chef der Europa-Park-Gärtnerei. Die maximale Wandhöhe der Gebäude in dreigeschossiger Bauweise wird zwischen acht und zwölf Meter betragen.

Neben den Funktionsgebäuden für den Sicherheitsdienst und für die Gärtnerei mit Gewächshäusern sind Hallen und weitere Lagerflächen auf dem Gelände vorgesehen.

Bedenken wegen der Zu- und Abfahrt zum Kreisel

Zwei Bürger äußerten jedoch erhebliche Bedenken bezüglich der Zu- und Abfahrt zum Kreisel. Der Straßenquerschnitt der Zufahrtsstraße sei zu klein, außerdem führe es unweigerlich zu Konflikten, wenn Park-Mitarbeiter gleichzeitig den gegenüberliegenden Mitarbeiterparkplatz anfahren, aber besonders beim Ausfahren.

"Da geht die Schranke auf, die schaun nicht, die fahren einfach los", sagte ein Bürger. Er sei dort selbst in einen unverschuldeten Unfall verwickelt gewesen. Die Einwände der Bürger wolle man auf jeden Fall prüfen und berücksichtigen, entgegnete der Bürgermeister.