Der Handwerker kommt!

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. März 2021

Haus & Garten

In Pandemiezeiten dürfen Handwerker weiter ins Haus – das Wichtigste in Kürze.

Die Corona-Krise stellt unser Berufs- und Alltagsleben auf den Kopf – und viele Verbraucher vor einige Fragen: Wie soll man vorgehen, wenn aktuelle Arbeiten in und ums Haus anstehen? Die Handwerkskammer Freiburg liefert Antworten auf wichtige Fragen.

Welche Gewerke, die zu ihren Kunden nach Hause kommen, dürfen noch arbeiten?
Alle Gewerke, die gewerkespezifisch ihre Arbeit beim Kunden vor Ort ausführen, sind vom Lockdown nicht betroffen und dürfen nach wie vor ihre Arbeit ausüben. Ausgenommen davon sind die auch sonst von Schließungen betroffenen Betriebe der körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetiker und Fußpfleger. Diese dürfen auch keine Hausbesuche machen. Friseure hingegen sind laut Beschluss vom 10. Februar seit dem 1. März wieder geöffnet; dies sollte dann auch Hausbesuche einschließen.

Wie viel Vorlaufzeit braucht es momentan und wie stehen die Chancen für alle, die schnell einen Handwerker brauchen?
Durchschnittlich können Handwerksbetriebe mit bis zu sieben Wochen Auftragsbestand noch immer eine recht hohe Auslastung verzeichnen. Da dies aber wiederum je nach Gewerk recht unterschiedlich ausfällt, lohnt eine Anfrage beim Handwerker der Wahl allemal. Auch ein gut mit Aufträgen versorgter Handwerker kann immer mal einen Auftrag einschieben. Systemrelevante Gewerke sind darüber hinaus rund um die Uhr für die Kunden da und hervorragend für Notfälle gerüstet.
Welche Verhaltensregeln gilt es zu beachten, wenn der Handwerker kommt?
Vonseiten des Handwerkers sind die allgemeinen Hygienevorschriften einzuhalten. Zudem haben Berufsgenossenschaften dezidierte Hygienepläne ausgearbeitet, die die Betriebe anwenden. Natürlich sollten auch die Kunden die allgemeinen Regeln befolgen, wenn sie Handwerker im Haus oder in der Wohnung haben.

Wenn ich mich plötzlich krank fühle: Sollte ich den Termin absagen?
Selbstverständlich sollte jeder eigenverantwortlich handeln und bei Krankheitssymptomen einen Termin absagen – ob Handwerker oder Kunde.

Ist es ratsam, in solchen Pandemiezeiten einen Großauftrag in Privaträumen zu vergeben?
Wenn die entsprechenden Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen gegeben sind, steht auch einem Großauftrag nichts entgegen.

Muss der Kunde aktuell aufgrund von Corona mit Mehrkosten rechnen?
Die Beurteilung von entstehenden Mehrkosten für Kunden ist schwierig, da dies gewerksspezifisch unterschiedlich gehandhabt wird. Wenn Kosten für den Betrieb durch ausgefeilte Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen entstanden sind wie beispielsweise bei den Friseuren, ist sicher mit einem überschaubaren Aufschlag zu rechnen, um diese Kosten decken zu können. Ansonsten beobachten wir derzeit keine signifikante Preissteigerung, die der Corona-Pandemie zugeschrieben wird.