Der Jemen-Konflikt

wra/fwo

Von Michael Wrase & Frauke Wolter

Di, 04. Mai 2021

Ausland

Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit Ende 2014, Anfang 2015 tobt dort ein Bürgerkrieg, in den eine internationale Koalition unter Saudi-Arabien im März 2015 unter der Regie des jetzigen saudischen Kronprinzen Muhammad Bin Salman interveniert hat. Ziel ist es, die Huthi-Bewegung zu besiegen. Die schiitischen Rebellen hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und waren dann bis in die Hafenstadt Aden vorgerückt. Der damalige Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi wurde ins Exil vertrieben.

Weil die saudische Operation "Sturm der Entschlossenheit" seit nun sechs Jahren erfolglos ist, hat Saudi-Arabien im März 2021 einen Friedensplan vorgelegt. Er sieht eine sofortige, von den Vereinten Nationen überwachte Waffenruhe im Jemen vor. Gleichzeitig wollte Saudi-Arabien die seit 2015 andauernde Blockade des Flughafens von Sanaa sowie des Hafens von Hodeida am Roten Meer beenden. Die Vorschläge wurden von den Huthi, die vom Iran unterstützt werden, sofort zurückgewiesen. US-Präsident Joe Biden will ein Ende des Krieges, er hat jüngst Waffenlieferungen an die Saudis gestoppt und die Huthi von der Terror-Liste gestrichen. Die Folgen des Krieges sind verheerend: Hunderttausende sind geflohen, 21 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, warnen Hilfsorganisationen.