Jubiläum

Der katholische Kindergarten St. Josef in Weil-Haltingen ist 50 Jahre alt

Yvonne Siemann

Von Yvonne Siemann

So, 26. Mai 2019 um 19:01 Uhr

Weil am Rhein

Seit 50 Jahren vermittelt der Kindergarten St. Josef in Weil am Rhein- Haltingen den Kindern wichtige Grundlagen. "Kinder brauchen Geborgenheit, Liebe und Frieden", sagt die Leiterin Beate Lermen.

"Wie vor 50 Jahren haben Kinder auch heute noch die gleichen Grundbedürfnisse: Sie brauchen Geborgenheit, Liebe und Frieden", sagt die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Joseph, Beate Lermen. Am Samstag wurde das Jubiläum mit einem Gottesdienst und einem Fest gebührend begangen.

Heute besuchen 93 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren die Einrichtung, die zwischen 7 und 17 Uhr geöffnet ist. Die katholische Kirchgemeinde ist nach wie vor die Trägerin des Kindergartens. Lermen selbst ist seit 1991 dort beschäftigt und betreut mittlerweile auch den Nachwuchs von damaligen Kindergartenkindern. Dabei gibt es verschiedene Angebotsformen: die Regelgruppe, die Ganztagesgruppe und die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten. Jedes Kind hat eine Bezugserzieherin und eine Stammgruppe, mit denen es zu bestimmten Zeiten zusammen ist und kann ansonsten alle Räume frei nutzen. Lermen betont, dass der christliche Hintergrund den Erzieherinnen nach wie vor wichtig ist. Aber auch nicht getaufte Kinder besuchen die Einrichtung, ebenso wie solche aus evangelischen, muslimischen oder buddhistischen Familien. Der Kindergarten hat heute 18 Mitarbeitende, wozu Erzieherinnen wie auch Küchen- und Reinigungspersonal sowie ein Hausmeister zählen.

Die einen formen, die anderen zerstören

Dekan Gerd Möller blickte im Gottesdienst zurück auf die Geschichte des 1969 gegründeten Kindergartens, während die Kinder selbst die Gestaltung mit Liedern und Szenen übernahmen. Im Anschluss konnten Kinder und Erwachsene beim Tag der offenen Tür den Kindergarten in der Schauinslandstraße selbst besuchen. In einem Zimmer konnten sich die Kinder schminken lassen, daneben vermaßen Mitarbeiter des Schuhhauses Wachenheim und vom Sanitätshaus Schaub die Füße der Kinder und demonstrierte verschiedene Fußfehlstellungen.

Ein anderer Raum des Kindergartens ist den Sinneswahrnehmungen gewidmet. Mit Kindersand, der aus Mehl und Babyöl bestand, formten die Kinder Schildkröten, Seesterne und Schweinchen – andere beschränkten sich darauf, diese wieder zu zerstören. Dazu konnte man verschiedene Materialien in Schachteln und Gläsern untersuchen: Wie riechen Kaffee und Zimt, wie klingt ein Glöckchen, wie fühlen sich Knöpfe, Kastanien und Wolle an? Im Baubereich standen Duplo-Steine, Bauklötzchen und Magnetsteine bereit, und ein weiterer Raum war dem Lesen gewidmet.

Etwas Besonderes war dann die Kunstausstellung. Ausgehend von Kinderzeichnungen und Basteleien hatten die Erzieherinnen Taschen bestickt, die die Besucher ersteigern konnten, um mit dem Erlös wiederum Musikinstrumente für den Kindergarten zu finanzieren. Draußen schließlich konnten sich die Besucher mit Kaffee, Kuchen und Pizza versorgen beziehungsweise sich auf der Hüpfburg austoben.