Medien

Der Link von Radio Dreyeckland ist noch lesbar

epd/BZ

Von epd & BZ-Redaktion

Mi, 18. Januar 2023 um 17:50 Uhr

Kultur

Der Internetartikel von Radio Dreyeckland, der am Dienstag Hausdurchsuchungen bei Mitarbeitern und den Besuch der Polizei im Redaktionsgebäude ausgelöst hatte, ist noch online.

Der Nachrichtenartikel vom Freiburger Rundfunksender Radio Dreyeckland, der eine Hausdurchsuchung ausgelöst haben soll, ist weiterhin auf dessen Internetseite lesbar (BZ vom 18.1). "Es gab bisher weder von der zuständigen Medienbehörde, noch der Staatsanwaltschaft irgendeine Aufforderung, die Meldung zu löschen", teilte Radio Dreyeckland am Mittwoch auf Twitter mit.

Die Meldung enthält einen Link auf die Archivseite der 2017 verbotenen linken Vereinigung "Indymedia". Am Dienstagmorgen hatten Polizeipräsidium Freiburg und Staatsanwaltschaft Karlsruhe zwei Privatwohnungen von Mitarbeitern des Senders durchsucht. Von der Durchsuchung der Betriebsräume des Radios Dreyeckland hatten die Beamten nach eigenen Angaben abgesehen.

Der Deutsche Journalistenverband und die Geschäftsführung von Radio Dreyeckland hatten die Durchsuchung als unverhältnismäßig und Verletzung der Pressefreiheit kritisiert. Dieser Einschätzung schlossen sich am Mittwoch die Freiburger Gemeinderatsfraktion JUPI sowie die Fraktionsgemeinschaft Eine Stadt für alle an. Am späten Mittwochnachmittag fand eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge statt, bei der sich die laut Polizei knapp 400 Anwesenden mit Radio Dreyeckland solidarisierten.