Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2020 I

Der mysteriöse Stein

Mi, 18. März 2020 um 15:13 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Benjamin Franz, Klasse F2-4, Clara-Grunwald-Schule, Freiburg

B. Zetti und Betti Z. waren ganz schön in Eile. Die beiden Reporter hatten gehört, dass auf der Wiese hinter der Grundschule ein Asteroid eingeschlagen sein sollte. Als sie dort ankamen, stand eine sehr große Menschenmenge in einem Kreis zusammen, sodass es kaum ein Durchkommen gab. Da lag er vor ihnen, ein riesiger Steinbrocken. Viele andere Reporter und Schaulustige hatten sich um ihn versammelt. Mit der Zeit wurden es immer mehr Menschen – und auch Tiere waren da, die schauen wollten, was dort los war. Anscheinend sprach sich die Sache schnell herum. Denn es kamen auch Menschen aus anderen Ländern, wie Franzosen oder Schweizer. Und egal aus welchem Land, alle fragten sie sich eins: "Wo kommt denn der große Stein her?"

B. Zetti und Betti Z. fingen an, Leute zu fragen, wie lange er dort schon gelegen hatte, oder ob es einen lauten Knall gab. Ein älterer Herr berichtete zum Beispiel, dass man von dem Stein einen sehr lauten Aufprall gehört hat. Eine junge Frau sagte den beiden, dass der Stein dort schon seit 15 Uhr gelegen haben soll. Eine Gruppe von Kindern berichtete, dass sie zwei Knalllaute hintereinander gehört hätten, und dass der erste leiser war.

B. Zetti machte ein Foto vom Stein, damit sie wussten, wie genau er aussah. Dann machten sie sich auf den Weg ins nächstbeste Forschungslabor. Als sie ankamen und reingelassen wurden, zeigten sie dem Chef des Forschungslabors das Foto. Er wollte sich den Stein am nächsten Tag mit seinem Forschungsteam anschauen. Als sie sich am darauffolgenden Tag mit ihm am Stein trafen, und er und sein Team den Stein ein bisschen genauer untersucht hatten, stellten sie fest, dass der Stein keine Ähnlichkeit mit einem Asteroiden hatte. Einer der Mitarbeiter sagte zu B. Zetti, Betti Z. und dem Chef: "Mir kommt es so vor, als wäre der Stein hier aus der Gegend, denn die Mineralien sind ja eigentlich die Gleichen. Aber wie der Stein dorthin kommt, ist mir ein Rätsel." Auf einmal rief der Chef: "Schluss! Genug gearbeitet!" Dann meinte er zu B. Zetti und Betti Z. und dem Mitarbeiter: "Ihr denkt zuhause weiter darüber nach, woher der Stein kommen könnte." Am nächsten Tag trafen sich wieder alle vier am Stein.

Fünf Minuten später fuhren ein Kipplaster, ein Bagger und drei Polizeiautos an ihnen vorbei und beluden den Kipplaster mit dem Stein. Als B. Zetti und Betti Z. das sahen, rannten sie sofort zu einem der Polizeiautos und fragten, was sie dort machten. Der Polizeibeamte am Steuer erklärte ihnen, was passiert ist.

B. Zetti und Betti Z. gingen sofort zu sich nach Hause und verfassten ihren Artikel. Darin berichteten sie, dass bei einer Sprengung etwas schief gelaufen ist. Es könnte sein, dass Steine irgendwo im weiteren Umkreis des Steinbruchs liegen und Schäden verursacht haben könnten. Das war allen Mitarbeitern sehr, sehr peinlich. Die Firma würde selbstverständlich für alle entstandenen Schäden bezahlen. Außerdem bot die Firma an, alle Einwohner von Freiburg zu einem "Tag der offenen Tür" einzuladen. Dort gingen natürlich auch B. Zetti und Betti Z. hin und hatten jede Menge Spaß.