Klares Votum

Der Ortschaftsrat Ottenheim stimmt für den Schulstandort Ottenheim

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Mo, 22. November 2021 um 11:00 Uhr

Schwanau

Die Standortfrage für eine neue Grundschule in Schwanau ist auch im Ortschaftsrat Ottenheim diskutiert worden. Er sprach sich für den Standort im eigenen Ort aus. Einstimmig fiel das Votum aber nicht aus.

Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker hatte – wie schon in Wittenweier und Allmannsweier – dem Ortschaftsrat Mit der Nähe zur Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule und den verbundenen Synergieeffekten lagen für Ratsmitglied Kuno Hamm (CDU) die Standortvorteile klar bei Ottenheim. Im Gegensatz zum Nachbarort Nonnenweier seien außerdem Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden – ein weiterer Vorteil mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab dem Schuljahr 2025/2026. Ins gleiche Horn stieß Patrick Fertig (FW), zumal gut 40 Prozent der Schwanauer Bevölkerung ihren Wohnsitz in Ottenheim habe.

Lutz Weide wünscht sich mehr Infos zu den Kosten

"Die Einschätzung von Schulleitung und Lehrerkollegium sowie der Blick auf die Haushaltssituation der Gemeinde schreien geradezu nach einem Schulstandort Ottenheim", meinte Fred Maurer (FW). "Nonnenweier wäre zwar auch kein schlechter Standort, aber die Verkehrssituation spricht klar für Ottenheim", argumentierte Sebastian Schäfer (FW).
Diskussion um Schulstandort

In den Ortschaftsräten wird die Frage, in welchem Schwanauer Ortsteil die neue Grundschule gebaut werden soll, derzeit diskutiert. Wittenweier hat sich pro Nonnenweier positioniert, Allmannsweier will die Schule im eigenen Dorf angesiedelt sehen, Nonnenweier wird seine Empfehlung in der Sitzung am kommenden Mittwoch abgeben.
Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum neuen Schulstandort ist für den 1. Dezember anberaumt.
Der Gemeinderat soll in der öffentlichen Sitzung am 13. Dezember die Entscheidung über den Standort treffen.

Lutz Weide (SPD) war die Ansicht, dass die Einschätzung der Fachleute in der Schule sehr hoch angesiedelt werden sollten. Allerdings wünsche er sich mehr und vor allem detailliertere Informationen über alle bei den einzelnen Standorten anfallenden Kosten. Auch sollte vor der Entscheidung die Frage geklärt werden, ob die benötigten Grundstücke überhaupt erworben werden können. Bürgermeister Brucker verwies auf die Informationsveranstaltung am 1. Dezember, beim Grundstückserwerb habe man noch immer Lösungen gefunden.

Ortsvorsteherin verweist auf das neue Baugebiet

Ortsvorsteherin Silke Weber setzte sich vehement für Ottenheim als Standort ein. Sie argumentierte mit einem weiteren geplanten Baugebiet für rund 300 Einwohner mit etwa 80 Kindern. Damit steige der Ottenheimer Anteil an der Schwanauer Bevölkerung noch einmal. Zum Thema zusätzliche Halle meinte die Ortsvorsteherin, dass eine solche über kurz oder lang sowieso gebaut werden sollte, weil immer mehr Vereine über fehlende Trainingsmöglichkeiten klagen würden. Der Ortschaftsrat hat mit neun Stimmen bei einer Enthaltung dem Gemeinderat Ottenheim als Standort für die neue Grundschule Schwanau empfohlen. Lutz Weide (SPD) enthielt sich.