Oberes Elztal

Der Radweg Eilet-Frischnau ist jetzt fertig und befahrbar

Roland Gutjahr

Von Roland Gutjahr

Sa, 01. Mai 2021 um 16:05 Uhr

Elzach

Ein lange verfolgtes Ziel der Stadt Elzach und der Gemeinde Biederbach ist nun Realität. Der 1,86 Kilometer lange Weg führt über beide Gemarkungen und endet – vorerst – bei der "Pelzmühle".

Im oberen Elztal ist das Radwegenetz jetzt um eine weitere Strecke ergänzt worden. Vor wenigen Tagen wurde der Radweg Eilet-Frischnau im Beisein mehrerer Gäste offiziell eröffnet. Der neue Geh- und Radweg führt von der Abzweigung Fröschenbach in Prechtal und der Bruckmühle über eine Länge von 1,86 Kilometer bis zum Hotelgasthof "Adler-Pelzmühle" in der Frischnau. Er verläuft oberhalb des Frischnaubaches parallel zu der in Richtung Heidburg führenden B 294. Zu etwa zwei Drittel liegt er zunächst auf Elzacher, danach auf Biederbacher Gemarkung. Radfahrer und Fußgänger können sich abseits der viel befahrenen Bundesstraße bewegen.

Zur Eröffnung konnte Elzachs Bürgermeister Roland Tibi einige Gäste am Wegende bei der "Pelzmühle" begrüßen. Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter der Baufirma Pontiggia und vom Planungsbüro Weiß sowie der Bauamtsleiter der Stadt waren gekommen. Die Trassierung konnte im Einvernehmen mit allen Anliegern geregelt werden. Der Grunderwerb ließ sich so direkt mit den Gemeinden abwickeln. Tibi dankte dafür den Anliegern, Grundeigentümern und besonders Prechtals Ortsvorsteher Karl-Heinz Schill, der Überzeugungsarbeit beim Grunderwerb geleistet hatte.

Rund 4500 Quadratmeter Asphalt

Die Baukosten des Radwegs belaufen sich auf rund 800 000 Euro. Wegen des straßenbegleitenden Verlaufs zu einer Bundesstraße hat sie der Bund übernommen. Der Grunderwerb ging zu Lasten der beiden Gemeinden, ebenso die Planungskosten, für die ein Landeszuschuss gewährt wurde. Die Unterhaltungslast haben künftig Elzach und Biederbach gemeinsam zu tragen.

Bürgermeister Roland Tibi hielt eine kleine Rückschau auf die Entstehung des Radwegs. Schon bei der Sanierung der Gemeindebrücken hatte man ihn eingeplant. So wurde auf der Gemarkung Prechtal eine Brücke in Alu-Bauweise mit acht Meter Spannweite und auf der Gemarkung Biederbach ein Durchlassbauwerk für ein querendes Fließgewässer gebaut. Dabei wurde die künftige Breite des Radweges von 2,50 Meter bereits berücksichtigt. Rund 4500 Quadratmeter Asphalt wurden für den Weg aufgebracht.

Weiter sprach Tibi die größere Verkehrssicherheit an. Dabei erwähnte er die am südlichen Beginn des Radweges angelegte Querungshilfe über die B 294. Von ihr erhoffe man sich eine Tempominderung an der Stelle. Außerdem können auf dem Weg nun die Kinder sicherer in die Schule kommen und Fußgänger oder Touristen abseits der Straße wandern.

Rafael Mathis freute sich ganz persönlich über den Radweg

Von der langen Vorplanung berichtete Biederbachs Bürgermeister Rafael Mathis. Er sei daran beteiligt gewesen, weil ein Drittel des Weges über Biederbacher Gemarkung führt. Der große Vorteil: "Ich komme jetzt mit dem Fahrrad vom Rathaus immer auf Radwegen bis hierher." Mit dem Weg erhält der abseits gelegene Biederbacher Ortsteil Frischnau eine zusätzliche Anbindung. Mathis bezeichnete den neuen Radweg als sinnvolle Freizeitanlage. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner (SPD) ergänzte das: "Dies ist auch wegen der Landschaft der schönste Radweg, den ich kenne."

Der Bürgermeister dankte vor allem Bauamtsleiter Tobias Kury sowie dessen Kollegen Marcel Eltjes, die als Bauleiter vor Ort die Abläufe im Griff gehabt hätten.

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch (Die Grünen) bezeichnete den Radweg "als sehr gelungenes Werk." Er erinnerte an die nicht immer einfache Vorplanung und drückte seinen besonderen Dank all jenen aus, die zur Vollendung beitrugen. "Bleibt nur zu hoffen, dass dieser interessante Endpunkt, der Hotelgasthof "Pelzmühle", für Radler und Wanderer bald wieder öffnen kann", sagte zum Schluss der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß (CDU). Bürgermeister Tibi drückte am Rande auch die Hoffnung aus, dass die "Pelzmühle" nicht der Endpunkt bleiben wird. Geprüft wird ein möglicher Trassenverlauf als Verlängerung bis hinauf zur Heidburg, ohne dabei die B 294 nutzen zu müssen. Im weiteren Verlauf wäre dann eine Radwegverbindung bis nach Mühlenbach vorstellbar.