Der Stromverbrauch muss gesenkt werden

Karina Schlupf

Von Karina Schlupf (Münstertal)

Mo, 23. März 2020

Leserbriefe

Zu: "Falsches Kalkül", Tagesspiegel von Klaus Riexinger (Politik, 27. Februar)
Am Ende seines Kommentars stellt Herr Riexinger die Frage, wo der Strom denn herkommen soll, wenn Windräder abgelehnt werden. Nochmals: Strom aus Wind ist Zufallsstrom, der unabhängig von unserem Bedarf mal im Überschuss da ist (und dann gegen Gebühr in alpenländischen Pumpspeicherseen zwischengelagert wird) und mal gar nicht. Lassen wir uns mit dem Satz "Irgendwo weht immer Wind" nicht täuschen: Im Sommer 2018 lag eine Flaute wochenlang über ganz Europa, auch offshore wurde kaum Strom produziert. Noch so viele Windräder nützen nichts, wenn der Wind gerade nicht weht.

Das Netz benötigt aber Konstanz. Effiziente Großspeicher sind nicht in Sicht, die Umwandlungsverluste von Power-to-x sind riesig. Dennoch werden Technologien wie 5 G ausgebaut. Dafür wird, wie auch mit der Durchdigitalisierung unserer Alltagswelt, noch viel mehr Strom verbraten. Die angeblich mögliche Ersparnis ist marginal im Verhältnis zum riesigen Verbrauch der dafür nötigen Großrechner. Statt des forcierten Ausbaus des Energiezwerges Windrad braucht es dringend eine deutliche Senkung des Stromverbrauchs. Karina Schlupf, Münstertal