Interview

Medizinstudierende fordern Ausbildung zu Schwangerschaftsabbrüchen

Steve Przybilla

Von Steve Przybilla

Mi, 06. März 2019

Deutschland

BZ-Plus Schwangerschaftsabbrüche werden im Medizinstudium bislang kaum thematisiert. Eine Berliner Studierendengruppe will das ändern. "Deutschland ist in Europa mit diesem Standpunkt isoliert", sagt Alicia Baier, Gründerin von "Medical Students for Choice".

BZ: Frau Baier, was bedeutet der Begriff "Medical Students for Choice"?
Alicia Baier: Die Medical Students for Choice (MSfC) sind eine Studierenden-Organisation, die aus den USA kommt und mittlerweile weltweit aktiv ist. Als Medizinstudierende setzen wir uns dafür ein, dass Schwangere selbst über ihren Körper entscheiden dürfen. Die deutsche Gruppe gibt es seit 2015. Wir kämpfen dafür, dass Schwangerschaftsabbrüche im Studium thematisiert werden, und zwar sowohl die medizinischen als auch die rechtlichen und ethischen Fragen.
BZ: Schwangerschaftsabbrüche kommen im Medizinstudium bis jetzt gar nicht vor?
Baier: Es ist schon verrückt. Schwangerschaftsabbrüche werden etwa 100 000 Mal pro Jahr durchgeführt und sind damit einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe in ...

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