Oktoberfest mal andersrum

Johan Kornder

Von Johan Kornder

Fr, 25. September 2009

Deutschland

Am ersten Sonntag feiern im "Bräurosl"-Festzelt 8000 Schwule – mit Lola Loch und Oberbürgermeister Christian Ude

Mit Hundeblick, den Kopf schräg in den Nacken gelegt, betteln die zwei Männer in Lederhosen: "Biiiitte!" Aber sie müssen draußen bleiben. "Hier ist nur der Ausgang! Ihr müsst zur nächsten Tür, da kommt ihr vielleicht rein.", sagt Dogan S. schon zum drittenmal. Immer noch freundlich. Die zwei sind es ja auch.

Für Dogan S. ist es der einzige entspannte Tag innerhalb von 16 Tagen Dauerstress. Der türkischstämmige Türsteher arbeitet im "Bräurosl", einem der großen Bierzelte auf dem Münchner Oktoberfest. Noch zwei Wochen lang muss er aggressive Betrunkene aus dem Zelt schmeißen oder aggressive Nüchterne davon abhalten, es zu stürmen. An diesem ersten Wiesn-Sonntag jedoch ist hier vieles anders: Bier fließt in Strömen, Schlangen bilden sich vor dem Zelt, die Kapelle spielt die üblichen Lieder. Aber: "Es gibt ...

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