Alle sind gleich

Integration pur – Menschen mit Behinderung beim Wacken-Festival

Nicola Meier

Von Nicola Meier

Mi, 31. Juli 2013

Deutschland

Ausgegrenzt wird nur, wer die falsche Musik hört: Menschen mit Behinderungen auf dem Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken.

Zehntausende Fans recken ihre Arme in die Höhe, sie klatschen, rufen, warten. Als endlich fünf Männer in Schwarz auf die Bühne kommen, strecken alle im Publikum Zeige- und kleinen Finger in die Luft – der Metal-Gruß. Dann zucken grelle Lichtblitze, geht ein Höllenlärm los. Der Schlagzeuger hämmert den Takt, die Gitarristen peitschen die Saiten, am Mikrofon röhrt der Sänger der schwedischen Death-Metal-Band Amon Amarth los. Gut 150 Meter Luftlinie entfernt von der Bühne sitzen Sascha Papenbrock, 21, und Leonhard Bleyl, 23, auf einer vier Meter hohen Tribüne in ihren Rollstühlen. "Are you ready?", kreischt der Sänger. "Yeaaah!", schreien Papenbrock und Bleyl.

"Faster, harder, louder" – schneller, härter, lauter: Das ist das Motto des "Wacken Open Air". Einmal im Jahr feiern mehr als 80 000 Heavy-Metal-Fans in der schleswig-holsteinischen Provinz eine dreitägige Party. Mit dabei waren im vergangenen Jahr rund 120 Fans mit Behinderung, ähnlich viele werden es auch ...

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