Drastische Steigerung

Die Arbeitslosigkeit im Südelsass steigt im zweiten Quartal um 23,3 Prozent

Annette Mahro

Von Annette Mahro

Di, 04. August 2020 um 13:57 Uhr

Elsass

Massivste Spuren hat Covid-19 im zweiten Quartal des Jahres auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Die Arbeitslosenquote dürfte ersten Schätzungen der Statistiker für 2020 die 10-Prozent-Marke überschreiten.

Massivste Spuren hat Covid-19 im zweiten Quartal des Jahres auf dem Südelsässer Arbeitsmarkt hinterlassen. Im Département du Haut-Rhin waren nach Angaben der Arbeitsagentur Pôle Emploi bis Mitte des Jahres 49.050 Elsässer auf der Suche nach einer Vollzeitstelle in der sogenannten Kategorie A gemeldet. Im Vergleich zum ersten Quartal waren das in dem besonders von der Pandemie betroffenen Departement 9270 Personen oder 23,3 Prozent mehr. Verglichen mit dem Vorjahr ergibt sich sogar ein Plus von 26,4 Prozent.

Die Zahlen sind in ganz Frankreich stark gestiegen

Für die Großregion Grand-Est vermeldet Pôle-Emploi in der Kategorie A einen Anstieg 22,7 Prozent im Quartals- und von 21,3 Prozent im Jahresvergleich. In ganz Frankreich, die Überseeregionen sind hier nicht mitgerechnet, stieg die Arbeitslosigkeit verglichen mit dem ersten Quartal um 24,5 Prozent sowie verglichen mit dem Vorjahr um 22,7 Prozent an. Sowohl im Grand-Est als auch im Haut-Rhin sind erneut die unter 25-Jährigen die am stärksten betroffene Altersgruppe. Im Elsässer Süden kommen sie auf ein Plus von 32,4 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal und sogar auf 40 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, in dem die Jüngeren aufgeholt hatten. Die 25- bis 49-Jährigen folgen mit einem Plus von 25,4 und 27,9 Prozent, während die über 50-Jährigen mit +14,8/+16,9 Prozent wie auch schon im ersten Quartal des Jahres am besten abschneiden.

Quote liegt nur für das erste Quartal vor

Bei den Langzeitarbeitslosen schlägt die Pandemie naheliegenderweise noch weniger spürbar zu Buche. Pôle Emploi meldet bei den seit mehr als einem Jahr Arbeitssuchenden nach Rückgängen im ersten Quartal Zuwächse von +6,2/3,8 Prozent Prozent. Wenige Änderungen gibt es auch bei der Arbeitslosenquote, die wie in Frankreich üblich erst für das erste Quartal 2020 vorliegt. Sie war nach Zahlen des nationalen Statistikamts Insee im Grand Est noch von 7,8 auf 7,5 Prozent zurückgegangen, dürfte aber nach ersten Schätzungen der Statistiker für 2020 die 10-Prozent-Marke überschreiten.