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Die Auflösung des Tarnschildes

Alexander Dick
  • Mo, 29. August 2016
    Literatur & Vorträge

     

Ulrich Drüners neue Richard-Wagner-Biographie und Oswald Georg Bauers zweibändige "Geschichte der Bayreuther Festspiele".

Richard Wagner (Figuren von Ottmar Hör...kel Wolfgang und Wieland (unten, v.l.)  | Foto: dick
Richard Wagner (Figuren von Ottmar Hörl, oben) und seine Enkel Wolfgang und Wieland (unten, v.l.) Foto: dick

Mit einer Aufführung der Neuinszenierung des "Parsifal" sind am Sonntagabend in Bayreuth die 105. Richard-Wagner-Festspiele zu Ende gegangen. Die Diskussion um die Festspiele und ihren Schöpfer hält an. Wichtige Beiträge dazu leisten zwei Buchneuerscheinungen: Ulrich Drüners Richard-Wagner-Biographie und Oswald Georg Bauers "Geschichte der Bayreuther Festspiele". Prädikat: lesenswert.

Ulrich Drüner
"Es bleibt zu fragen, ob wir überhaupt eine Biographie Wagners benötigen. Erweitert die Kenntnis von Wagners Leben unser Verständnis seiner Musikdramen?", schreibt der englische Musikologe Stewart Spencer 1992 mit Blick auf die Flut an biographischer Literatur über diesen Komponisten. In der Tat hat die Kritik ihre Berechtigung – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer so komplexen Suche nach der "Wahrheit" in Wagners Leben. Richard Wagner hat mit seiner zwischen 1865 und 1880 seiner Frau Cosima diktierten, 1881 als Privatdruck, 1911 erstmals öffentlich erschienen Autobiographie "Mein Leben" ein offizielles Bild seines Lebens fixiert, eine "Wahrheit" die vor allem auf eines zielte: den Mythos des eigenen Lebens zu inszenieren.
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