Bahnhof und Barrieren

Die Bahn lernt anscheinend nie dazu

Claire-Anne Mentz

Von Claire-Anne Mentz (Kirchzarten)

Mo, 29. Juni 2020

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "Defekter Aufzug, schlechter Service" (BZ vom 17 Juni). Darin ging es darum, dass seit Februar ein Fahrstuhl an der Stadtbahnbrücke außer Betrieb ist. Gerade Menschen mit Handicap fühlen sich nicht gut informiert.

"Leidtragende sind behinderte und ältere Menschen, Menschen mit Kinderwagen, Reisende mit viel Gepäck, Touristen....", so kommentierte am 17. Juni ein Leser diesen Artikel online. Diese Situation macht deutlich, dass die Bahn vom barrierefreien Hauptbahnhof nur redet. Konkret geschieht nichts.

Und Aufzüge garantieren einen barrierefreien Zu- beziehungsweise Abgang zu den Bahnsteigen eben gerade nicht. Dieser ist nur mit Rampen zu 100 Prozent sichergestellt.

Aber beim geplanten Umbau des Hauptbahnhofs sind wieder nur Aufzüge und keine Rampen vorgesehen, obwohl wenigstens an einer der beiden Unterführungen Rampen ohne Probleme auch unter Beachtung der gesetzlich vorgegebenen maximalen Steigung und Zwischenabsätze gebaut werden könnten.

Die Bahn lernt anscheinend nie dazu (und vom OB war ja schon zu hören, dass er die Umbauplanung der Bahn für sehr gut hält).

Es wäre höchste Zeit, dass wenigstens die Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg hier klare Forderungen an die Bahn stellt. Noch kann die Umbauplanung des Freiburger Hauptbahnhofs mit Rampen – vom Bahnsteig 1 auch hinauf zur Straßenbahnbrücke – wirklich 100 Prozent barrierefrei verwirklicht werden. Mann muss nur wollen.

Claire-Anne Mentz, Kirchzarten