Kommentar

Der Fall Deniz Yücel ist nur ein Symptom für die Fehlentwicklungen in der Türkei

Gerd Höhler

Von Gerd Höhler

Di, 13. Februar 2018 um 22:00 Uhr

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BZ-Plus Einer Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen steht vor allem der politische Kurs entgegen, den die Türkei unter Staatschef Erdogan verfolgt.

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel am morgigen Donnerstag den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim empfängt, wird auch der Fall Deniz Yücel zur Sprache kommen. Die Kanzlerin wird ihrem Gast sagen, dass keine Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen möglich ist, solange der "Welt"-Korrespondent in Haft sitzt. Yildirim wird auf die Unabhängigkeit der türkischen Justiz verweisen. Dabei wissen alle: Dies ist ein politischer Fall.

Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat den Deutschen als Terroristen und Agenten vorverurteilt, noch ehe die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vorgelegt hat. Und Erdogan war es, der sagte, Yücel werde niemals freikommen, solange er Präsident sei. Welcher türkische Richter kann danach noch unbefangen urteilen? Deniz Yücel ist zur Symbolfigur für die ...

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