Geothermie-Schaden

Die Gipsschicht unter Staufen quillt langsam – aber sie quillt weiter

Rainer Ruther

Von Rainer Ruther

Fr, 15. Februar 2019 um 20:14 Uhr

Staufen

BZ-Plus Der Boden unter Staufen ist weiter in Bewegung. Da viel Grundwasser abgepumpt wird, hebt sich die Erde aber wesentlich langsamer, wie aktuelle Messungen zeigen.

Am 8. Dezember 2006 bebte in Basel und Umgebung die Erde. Auslöser war der Mensch: Um Strom durch Dampf aus dem Inneren der Erde zu gewinnen, hatte man ein fünf Kilometer tiefes Loch gebohrt und unter Druck Wasser hineingepumpt. Das Resultat waren Erdstöße, die bis nach Südbaden zu spüren waren. Wenige Monate später wurde in Staufen mit Bohrungen begonnen, um hier – oberflächennäher – die Wärme des Grundwassers fürs Heizen und Kühlen des historischen Rathauses zu nutzen. Das damit ausgelöste Beben dauert bis heute an.

Zuerst war da nur Staub auf den Schreibtischen, dann ein Riss im Putz. Vielleicht haben die Handwerker nicht korrekt gearbeitet, dachte man im Rathaus und ließ nochmal die Maler kommen. Doch dann ließen sich die Risse in der Wand, an der Decke, neben den Fenstern nicht mehr überstreichen, und bald war klar: Hier ist etwas ganz Schlimmes ...

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