Karikaturen mit Krippen

Die Impfung ist nicht mit Christus zu vergleichen

Ursula Lorenz

Von Ursula Lorenz (Freiburg)

Do, 07. Januar 2021

Leserbriefe

Zu: Krippen-Karikaturen von Heiko Sakurai und Thomas Muffler (Politik und Lokales, 24. Dezember)

Die Krippe gehört für viele Menschen zum weihnachtlichen Brauchtum. Für Christen ist sie die Darstellung der Geburt Jesu, wie sie in der Bibel von den Evangelisten Lukas und Matthäus verkündet wird. In den Kirchen ist die Krippenszene in vielen Formen aufgebaut, im Freiburger Münster durchaus mit lokalem Bezug.

In der Ausgabe vom 2. Januar berichtet die BZ vom Krippenweg in der March und Region mit vielen Bildern von fantasiereich und liebevoll gestalteten Krippen. In der Ausgabe vom 24. Dezember fand ich aber die Krippe in zwei Darstellungen als Karikatur. Dazu möchte ich Stellung nehmen, weil mich das Thema immer noch beschäftigt. In der Karikatur von Sakurai tanzen drei Herren um die Krippe, die schon auf den CDU-Chef wartet. Schockiert war ich von der Darstellung von Thomas Muffler: das Impfzentrum als Stall; Maria und Josef in Schutzkleidung; in der Krippe die Spritze. Dazu die Botschaft, jetzt komme die Erlösung.

Was darf Karikatur? Ich weiß, Karikatur überspitzt und provoziert, aber hier wurde meiner Meinung nach die Grenze überschritten. Die Impfung ist wichtig, aber sie ist nicht die "Erlösung". Im christlichen Glauben sehe ich im Kind in der Krippe den Erlöser, den Christus, im Geheimnis der Menschwerdung Gottes, zum Heil der Welt. Ursula Lorenz, Freiburg