Resolution

Die Industrie- und Handelskammern fordern den Ausbau der trinationalen S-Bahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 13. November 2021 um 10:55 Uhr

Basel

Industrie- und Handelskammern im Dreiländereck und trireno fordern vom Schweizer Bund den raschen Ausbau der trinationalen S-Bahn. Denn ein effizientes System fehle in der Region.

Die Industrie- und Handelskammern im Dreiland und die trinationale S-Bahn Basel (trireno) fordern den Schweizer Bund mit einer Resolution auf, eine leistungsfähige S-Bahn mit separater Trassenführung im trinationalen Raum Basel zügig voranzutreiben. Die Region Basel verfüge als einziger Metropolitanraum der Schweiz über kein effizientes S-Bahn-System, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Güter-, Fern- und Regionalverkehr teilten sich bisher die knappen Schienenkapazitäten. Mit einem Kapazitätsausbau können diese entflochten werden. Die Kammern der Region aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich sowie trireno mit den zuständigen Verkehrsdirektorinnen und -direktoren und Ministern unterzeichneten am Freitag am Bahnkongress bk21 die "Trinationale Resolution zur Stärkung des Schienenverkehrs im Raum Basel" zu Händen des Schweizer Bundesrats. Darin fordern sie einen raschen und priorisierten Kapazitätsausbau der Schieneninfrastruktur im Raum Basel. Dadurch sollen die nationalen Verlagerungsziele im Güterverkehr erreicht, der internationale Fernverkehr nachhaltig gestärkt und eine leistungsfähige S-Bahn einschließlich dem Herzstück betrieben werden können, die dem trinationalen Metropolitanraum gerecht wird.

Beitrag an die Verlagerungs- und Klimaziele sei nicht leistbar

Obwohl die Region Basel auf der Schiene das internationale Güterverkehrsaufkommen des Rhein-Alpen-Korridors und des Nordsee-Mittelmeer-Korridors bewältigt, verfüge sie über keine leistungsfähige S-Bahn mit separater Trassenführung. Mit den heutigen Infrastrukturen könne die trinationale Agglomeration Basel ihren Beitrag an die Verlagerungs- und Klimaziele des Bundes nicht leisten.

"Es geht beim Ausbau der Schieneninfrastruktur um mehr als nur die Verbindung zwischen den Basler Bahnhöfen", heißt es weiter. Entscheidend seien sind neben dem Herzstück auch die Zulaufstrecken wie die Bahnanbindung des Euroairports, der Hochrhein- und Wiesentalbahn. Diese würden mit dem Herzstück die regionalen Arbeitsplatzschwerpunkte sowie die Kernstadt rasch und direkt miteinander verbinden. "Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für ein weiteres Wirtschaftswachstum in der Region", erläutert Martin Dätwyler, Direktor Handelskammer beider Basel. Ein starker Wirtschaftsstandort Basel, von dem die Schweiz insgesamt profitiere, setze ein leistungsfähiges Bahnsystem voraus. Der Bund müsse dem gezielten Ausbau der Schieneninfrastruktur deshalb höchste nationale Priorität beimessen.

Der Bund soll das Projekt Herzstück als Teil des gemeinsamen Zielbilds Basel 2040 in den nächsten Eisenbahn-Ausbauschritt aufnehmen, so eine weitere Forderung. Zeit sei ein entscheidender Faktor, wenn der trinationale Raum Basel verkehrstechnisch konkurrenzfähig bleiben will.