Wintersport im Hochschwarzwald

Feldberg startet am Freitag mit Kunstschnee in die neue Skisaison

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Di, 03. Dezember 2019 um 15:37 Uhr

Feldberg

Die Beschneiungsmaschinen laufen am Seebuck. Feldberg plant den Start in den neuen Skiwinter am Nikolaustag. Dazu sind Einstiegspreise versprochen. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen weitere Schneefälle voraus.

Die ersten Skispuren sind in die nur zehn bis 15 Zentimeter dünne Schneedecke am Seebuck eingecarvt. Mit Wochenbeginn stellten sich frostige Temperaturen ein und seither laufen die Beschneiungsmaschinen am Seebuck. Ehrgeiziges Ziel ist es, dass am kommenden Freitag, dem Nikolaustag, die Skisaison beginnen kann. Wenn es optimal läuft, könnte ein Resi Schlepplift in Betrieb gehen und die Feldbergbahn Fußgänger auf den Seebuck bringen, die bei einem Spaziergang die Winterlandschaft genießen wollen.



Die Beschneiungsmaschinen dürfen ab dem 15. November angestellt werden, wenn zuvor der Seebuck ein weißes Winterkleid getragen hat. Ab Mitte des Monates November haben die Mitarbeiter der Feldbergbahn deshalb die entsprechenden Vorarbeiten erledigt. An den beiden Resi Schleppliften sind die Gehänge angebracht und auch der kleine Speicherweiher am Seebuck ist gefüllt. Ausschließlich aus diesem Wasserspeicher, der aber nur 5000 Kubikmeter fasst, werden die Beschneiungsmaschinen am Seebuck mit Wasser gespeist. Feinste Düsen sprühen das Wasser in die Luft, wo es bei Temperaturen unter Null zu Eiskristallen wird.

"Aus vier Gründen brauchen wir einen großen Speichersee" Johannes Albrecht
Diese gespeicherte Wassermenge reicht aber bei weitem nicht dazu aus, den gesamten Seebuck mit einer Schneedecke zu belegen, um alle Abfahrten zu ermöglichen. "Aus vier Gründen brauchen wir einen großen Speichersee", sagt Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht und führt als Argumente "die Bewässerung der Sommerweiden, die Beschneiung, als Löschwasservorrat, auch mit Blick auf die geplante Erweiterung des Hauses der Natur und als Sommerattraktion für eine Ganzjahresnutzung des Feldbergs" an.



Die weiteren Wettervorhersagen für diese Woche, stimmen die Schneemacher am Feldberg etwas optimistisch. Gestern, Dienstag, liefen die Beschneiungsmaschinen bei kaltem Ostwind und auch für heute, Mittwoch, versprechen die Meteorologen frostige Minusgrade. Für morgen, Donnerstag, sind bereits wieder steigende Temperaturen vorhergesagt. Damit ist es für die Mitarbeiter der Feldbergbahn ein "kleiner Kampf", ob es bis zum Freitag, genügend Maschinenschnee erzeugt zu haben, damit die Skisaison 2019/20 am Feldberg mit einem Resi Schlepplift eröffnet werden kann. Zum Saisonauftakt gelten reduzierte Einstiegspreise für Erwachsene und Jugendliche. Und, weil am Freitag Nikolaustag ist, werden alle Skifahrer, die mit Jutesack, Bart und rotem Mantel ausgestattet sind, ohnehin kostenlos nach oben befördert und haben freie Fahrt auf der Skipiste.

Meteorologen sagen weitere Schneefälle voraus

Für das Wochenende und vor allem für die kommende Woche vom 9. bis 14. Dezember, sagen die Meteorologen an jedem Tag weitere Schneefälle voraus, so dass Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht bis zum dritten Adventssonntag auf einen halben Meter Schnee am Feldberg hofft. Diese Schneehöhe würde ausreichen, um den gesamten Seebuck für die Wintersportler präparieren zu können und alle Aufstiegshilfen wie Resi Schlepplifte, Feldbergbahn und auch der betagte Zweiersessellift könnten dann in Betrieb gehen – vorausgesetzt, die Vorhersagen für die Schneefälle erfüllen sich.

Apropos Feldbergbahn: Der Sechsersessellift wird am Wochenende für Fußgänger zur Verfügung stehen, die diese bequeme Aufstiegshilfe nutzen möchten, um auf dem Seebuck spazieren zu gehen und den Blick über die Winterlandschaft schweifen zu lassen. Die Feldbergregion trägt bis zur Hälfte nach Fahl hinunter ihr Winterkleid. Die Feldbergbahn steht aber ausschließlich Fußgängern zur Verfügung. Skifahrer oder auch Wintersportgeräte wie Rodel werden nicht befördert.

Nach der Sommersaison benötigt die Feldbergbahn stets eine Revision. Diese ist beendet und das Landesbergamt hat am vergangenen Donnerstag die Bergbahn abgenommen, damit ist quasi der TÜV bestanden. Die umfangreichen technischen Umbauten an der Feldbergbahn für den Winterbetrieb sind vorgenommen und die Sechsersessel sind eingehängt und warten auf Spaziergänger und Wintersportler.