Neustädter Bibliothek

Die neue Leiterin ist eine alte Bekannte

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Mo, 03. Februar 2020 um 18:02 Uhr

Titisee-Neustadt

Alexandra Laule-Wittmer übernimmt die Leitung der Bibliothek im Gemeinschaftshaus und erhält Unterstützung

TITISEE-NEUSTADT. Ein vertrautes Gesicht werden die Bücherfreunde als Leiterin der öffentlichen Bibliothek erleben: Alexandra Laule-Wittmer tritt zum 1. März offiziell die Nachfolge von Brigitte Schnäbele an, die – wie berichtet – in den Ruhestand verabschiedet worden ist. Laule-Wittmer kennt Schnäbele schon lang: Als sie noch Abiturientin am Kreisgymnasium war, lieh Schnäbele bereits Bücher aus, und in den vergangenen zehn Jahren waren sie Kolleginnen und prägten gemeinsam die Einrichtung.

Die neue Kollegin, die nach dem Wechsel für sie nachrückt, wird auch im März erwartet. Kathrin Jünger bleibt Helferin.

Die Neustädterin studierte nach dem Abi am KG von 1992 bis 1998 in Freiburg Erziehungswissenschaften und Soziologie. Anschließend leitete sie eine Familienbildungsstätte in Gengenbach. Seit Sommer 2004 wieder in Neustadt, durchlief sie eine Fortbildung "Kinder- und Jugendliteratur praktisch". 2004 bis 2007 widmete sie sich im Buchladen im Roten Haus dem Schwerpunkt Leseförderung sowie Kinder- und Jugendliteratur. 2007 gründete sie die Bücherwerkstatt und war freiberuflich in der Leseförderung tätig. Seit August 2010 hat sie ihren Arbeitsplatz in der Bibliothek im Gemeinschaftshaus, 2013 erlangte sie die Anerkennung der beruflichen Zusatzbezeichnung Lese- und Literaturpädagogin.

Fünf Mal begleitete sie maßgeblich den Literarischen Adventskalender unter dem Titel "Eine Stadt liest vor".

Natürlich liegt sie nahe, die Frage: Ändert sich etwas in der Bibliothek? All zu viel Grund dafür gibt es nicht, meint Laule-Wittmer, "wir können aus dem Vollen schöpfen". Die bisherigen Aktionen – Bilderbuchstunde, "Heiß auf Lesen" und Fredericktag – wird es weiter geben, die neue Leiterin hofft auch auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen für gemeinsame Veranstaltungen; Schulen können auch schon thematisch sortierte Medienkisten für Klassen leihen. Fest im Visier hat sie für März den Beginn einer Reihe Bücherzwerge für zwei- bis dreijährige Kinder und Begleitpersonen, hier soll einmal monatlich der spielerische Umgang mit Büchern und Spielen vermittelt werden. Von Mai an sollen Büchervorstellungen für Erwachsene angeboten werden. Wie bisher schon, wird Laule-Wittmer sich darum kümmern, dass die Bibliothek aus dem, wie sie sagt, "großzügigen Etat" den Bestand an Medien stetig neu aufstockt.

Ihr Lieblingsbuch? Beste Erinnerungen hat sie an "Die kleine Hexe", von Oma und Mama "nächtelang" vorgelesen, als sie als kleines Mädchen länger krank war. Heute liest sie die Genres ziemlich querbeet, drei Favoriten fallen ihr auch ein: "Sag den Wölfen, ich bin zu Hause", "Das achte Leben" und "Zu Staub". Im Urlaub, das ist die Hauptlesezeit, beschäftigt sie sich auch gern mit Büchern, die zum Urlaubsort passen.