Regio-Verkehrsverbund Freiburg

Die RVF GmbH im Portrait: Mehr als die RegioKarte

Mo, 08. Juni 2020 um 09:10 Uhr

Anzeige Die Regio-Verkehrsverbund Freiburg Gesellschaft mbH (RVF) bilden 18 Verkehrsunternehmen. 15 Firmen sind per Gesellschaftsvertrag im RVF zusammen-geschlossen, drei kommunale Verkehrsunternehmen (Städte Bad Krozingen, Breisach und Emmendingen) sind assoziierte Mitglieder, die den Verbundtarif anwenden.

Die 18 Verbundunternehmen betreiben den ÖPNV für rund 660.000 Einwohner und die Gäste in der Stadt Freiburg sowie in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Im Schnitt nutzen täglich rund 340.000 Fahrgäste die Busse und Bahnen im RVF. Damit Fahrgäste aller Verkehrsunternehmen mit einem Fahrschein unterwegs sein können, wurde 1991 der Verbundtarif eingeführt. Die Ausgestaltung des Verbundtarifs – welche Fahrkarte gibt es zu welchem Preis – obliegt den Gremien im RVF. Alle Fahrgeldeinnahmen und die Zuschüsse der öffentlichen Hand werden vom RVF nach festen Regeln an die beteiligten Unternehmen verteilt. Der ÖPNV ist heute ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor – in 2019 wurden über 100 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Hanno Hurth, Vorsitzender Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) und Landrat des Landkreises Emmendingen sieht positive Auswirkungen auf die Verflechtungen in der Region: "Mit dem gemeinsamen Verbundtarif und vor allem der RegioKarte ist auf eine sehr wirksame Weise regionale Identität bei der Bevölkerung gestiftet worden. Ganz praktisch trägt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zum engen Austausch zwischen dem Oberzentrum Freiburg, den umliegenden Mittelzentren und den ländlich geprägten Regionen bei. Berufspendler zwischen Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, Freizeitaktivitäten am Rhein oder im Schwarzwald, Besorgungen in der nächstgelegenen Stadt – das ist alles "fahrbar" mit dem Verbundtarif. Dabei nutzen 85 Prozent die RegioKarte als Fahrschein. Um die strukturelle wie auch gelebte Verflechtung weiter zu fördern, setzen die im Zweckverband Regionalverkehr Freiburg (ZRF) organisierten Gebietskörperschaften – die Stadt Freiburg und die beiden Landkreise – ihr großes finanzielles Engagement mit einem Tarifzuschuss von über 8 Mio. Euro jährlich an die RVF GmbH fort. Das ist gut angelegtes Geld für eine erschwingliche und umweltgerechte Mobilität unserer Bevölkerung. In Verbindung mit den hohen Investitionen in das Projekt "Breisgau-S-Bahn 2020" schaffen wir dadurch nachhaltige Bedingungen für kommende Generationen."

Im Hintergrund arbeiten, damit es vorne beim Fahrgast rund läuft.

Der RVF stellt sicher, dass bei allen Unternehmen gleichwertige Fahrscheine erworben werden können. Egal ob am Automaten, in der App, beim Personal oder am Busdrucker. Er führt auch neue Fahrscheine wie jüngst die Kurzstrecke ein. Eine einheitliche Kommunikation der Verbundtarife und Fahrplaninformationen ist zur Orientierung der Fahrgäste unerlässlich. Der RVF gibt hoheitlich die passenden Druckerzeugnisse heraus. Die RVF-Homepage informiert über die im Verbund gültigen Fahrpreise und Regelungen und bietet Dienstleistungen wie die Mobilitätsgarantie bei Verspätungen. Darüber hinaus steht der RVF für Fahrgastauskünfte zur Verfügung – neuerdings sogar per Chat.

Neben den direkt sichtbaren Leistungen für die Fahrgäste gibt es wichtige administrative Aufgaben im Hintergrund. So betreut der RVF den Gesamtfahrgastbeirat, beauftragt Verkehrserhebungen und organisiert Marktforschungsstudien, um den Fahrgastmarkt im Blick zu haben und weiterzuentwickeln. Der RVF koordiniert die Tätigkeiten zwischen Verkehrsunternehmen, Fahrgästen, Kommunen und den politischen Aufgabenträgern. Beispielsweise erforderte der Schienenersatzverkehr aufgrund des Ausbaus "Breisgau-S-Bahn 2020" ein abgestimmtes Vorgehen der Verkehrsunternehmen in puncto Anschlusssicherung, Fahrgastinformation und Fahrplanausgestaltung.

Nicht nur im eigenen Verbundgebiet nimmt der RVF die vermittelnde Rolle ein, auch in der Abstimmung mit anderen Verbünden und dem Land Baden-Württemberg wahrt der RVF die Interessen der Verkehrsunternehmen. Die Mobilitätsbedürfnisse der Kunden enden ja nicht an den Gebietsgrenzen. Fünf südbadische Verbünde haben sich unter dem Label "fanta5" zusammen gefunden, um die Tarifgrenzen durchlässiger zu gestalten. Dazu gehört die Kombination von Monatskarten, Ergänzungskarten für definierte Übergangsbereiche des Nachbarverbundes und insbesondere die fanta5-Freifahrtregelung für Schüler-Monatskarten.

Weitere Informationen zu fanta5.

RegioKarte im Preisvergleich ganz weit vorne.

Im Ergebnis nutzen Fahrgäste im RVF ein leistungsfähiges Verkehrsangebot zu attraktiven Preisen, wie das Verbraucherportal Testberichte.de bestätigt hat: Die RegioKarte (Basis) belegt gemeinsam mit Rostock im Preisvergleich der Monatskarten den ersten Platz. Dafür wurden in Deutschlands 39 größten Städten die ÖPNV-Tarife verglichen, hier nachzulesen (Quelle Spiegel-Online).

Und die Tarife bleiben dieses Jahr stabil: Die Mehrwertsteuersenkung im Rahmen des Corona-Konjunkturprogrammes durch den Bund gibt der RVF an seine Fahrgäste weiter, indem die geplante Tariferhöhung zum 01.08.2020 auf den 01. Januar 2021 verschoben wird.
Unter www.rvf.de finden Sie alle Informationen und Produkte rund um Bus und Bahn im RVF.