Corona-Pandemie

Die SPD hakt wegen hoher Infektionszahlen in Lahr bei OB Markus Ibert nach

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Fr, 29. Januar 2021 um 15:02 Uhr

Lahr

Womit hängen die hohen Infektionszahlen in Lahr zusammen? Warum wurde über den Corona-Ausbruch im Klinikum so spät informiert? Die SPD hat viele Fragen an den Oberbürgermeister.

Roland Hirsch, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Lahrer Gemeinderat, hat sich am Freitag in einem Schreiben an Oberbürgermeister Markus Ibert gewandt. Er zeigt sich besorgt über viele Corona-Fälle in Lahr und beziffert den Sieben-Tages-Inzidenzwert für die Stadt auf 200 (im Ortenaukreis liegt er aktuell bei 114, im Land bei 97). Hirsch fragt nach den Ursachen für die "erschreckend hohe Inzidenz" und was die Stadt dagegen tut.

Kritik an Informationspolitik nach Ausbruch im Klinikum

Die SPD wünscht genauere Infos über die Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdiensts und die Zusammenarbeit mit der Polizei. Kritik äußert Hirsch an der Informationspolitik bezüglich des Corona-Ausbruchs im Ortenau-Klinikum in Lahr. Hirschs Fragen: Warum dauerte es über eine Woche, bis die Öffentlichkeit über das Infektionsgeschehen informiert wurde? Wann wurde die Stadt Lahr in Kenntnis gesetzt? Wie erfolgt der Informationsaustausch zwischen der Stadt Lahr, dem Gesundheitsamt und dem Ortenaukreis? Er schlägt vor, in regelmäßigen Abständen über die Corona-Entwicklung in Lahr zu berichten.

Die Stadtverwaltung will sich am Montag äußern

In dem Schreiben bittet Hirsch um eine zeitnahe Beantwortung der Fragen. Die Stadtverwaltung will bis Montag eine ausführliche Stellungnahme vorlegen, teilte sie am Freitagnachmittag mit. Seit Beginn der Pandemie stehe sie mit dem Gesundheitsamt in sehr engem Austausch, der zuletzt auch die Fragestellung beinhaltete, ob sich im Lahrer Infektionsgeschehen eine Clusterbildung abzeichnet. Aktuell lägen der Stadt aber keine Hinweise darauf vor.