Die Straße Simonswinkel wird ausgebaut

Liane Schilling

Von Liane Schilling

Sa, 09. Mai 2020

Friedenweiler

Das Investitionsvolumen liegt bei 1,2 Millionen Euro / Andere Vorhaben sollen dafür verschoben werden.

FRIEDENWEILER. In einem Grundsatzbeschluss sprach sich der Gemeinderat in einer außerplanmäßigen Sitzung einstimmig für den geplanten Vollausbau eines Teils der Straße Simonswinkel bis zum Anschluss an die Peter-Thumb-Straße und der unteren Prinz-Max-Allee aus.

Diese Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro, war lange vorbereitet und im Haushalt eingeplant. Auch Zuschüsse des Landes von 907 800 Euro sind zugesagt.

Dennoch wurde diskutiert, da aufgrund der Corona-Epidemie die finanzielle Entwicklung der Gemeinde und die zu erwartenden Einbußen nicht abgeschätzt werden können, wie Bürgermeister Josef Matt ausführte. Er erläuterte, dass durch das Sturmtief Sabine und die trockene Witterung aus dem Forsthaushalt mit einem Verlust von rund 200 000 Euro zu rechnen sei. Angesichts der hohen Förderung empfahl er dennoch, an dem Vorhaben festzuhalten. Auch im Wissen, dass dadurch ein hoher Fehlbetrag im laufenden Haushaltsjahr entstehen könne, und möglicherweise größere Investitionen in den nächsten Jahren nicht möglich seien. Badenova und der Zweckverband arbeiten parallel in Friedenweiler, was Synergieeffekte ergebe, die man nutzen sollte, so die weitere Argumentation.

Die Ausschreibung wird im Mai oder Juni erfolgen, was bedeutet, dass die Arbeiten nicht vor dem Winter abgeschlossen werden können, was sich aber nicht auf die Kosten auswirken wird, wie Bauingenieur Lothar Müller versicherte.

Andere, eigentlich nötige Vorhaben, die eventuell nicht so schnell finanziert werden können, wären der Vollausbau der Ganterstraße und der Stichstraße in Rötenbach, oder des Restes vom Simonswinkel und der Straße am Sommerberg in Friedenweiler. Auch der Kanal, der zwischen Friedenweiler und Rötenbach verläuft, und wahrscheinlich mitverantwortlich ist für den hohen Fremdwasseranteil in der Kläranlage, kann in nächster Zeit nicht ausgetauscht werden. Ebenso müssen energetische Sanierung von Gebäuden und weitere Maßnahmen im Freibad eventuell verschoben werden. "Wenn zwei bis drei ganz schwierige Haushaltsjahre kommen, können die Investitionen nicht mehr in gewohnter Weise stattfinden", kündigte Matt an.