Literatur

Diese sechs Titel können den Deutschen Buchpreis gewinnen

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Di, 21. September 2021 um 11:40 Uhr

Literatur & Vorträge

Von "Identitti" bis Eurotrash: Die sechs Nominierten für den Deutschen Buchpreis stehen fest. Auf der Shortlist steht erstmals auch Christian Kracht – der sein Buch gerade vom Schweizer Buchpreis zurückzog.

Drei Männer und drei Frauen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021. In die Endauswahl gekommen sind Norbert Gstrein ("Der zweite Jakob"), Monika Helfer ("Vati"), Christian Kracht ("Eurotrash"), Thomas Kunst ("Zandschower Klinken"), Mithu Sanyal ("Identitti") und Antje Rávik Strubel ("Blaue Frau"), wie die Jury am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Die sechs Finalisten zeigten "den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur", sagte Jurysprecher Knut Cordsen. Sie zeugten zudem "von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen".

Welches Buch die Jury am Ende als den besten Roman des Jahres 2021 auszeichnen wird, steht in vier Wochen fest: Die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergebene Ehrung wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse überreicht – in diesem Jahr am 18. Oktober. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält 25 000 Euro, die übrigen fünf Autorinnen und Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro.

Die Jury hatte in diesem Jahr 230 Titel gesichtet. Ende August hatte die Jury die 20 Titel der Longlist bekanntgegeben. Inzwischen ausgeschieden sind unter anderem Franz-Arthur Goldschmidt, Heinz Strunk, Franzobel und Sasha Marianna Salzmann.

Verzichtet Kracht deswegen beim Schweizer Buchpreis?

Christian Krachts "Eurotrash" ist auch für den Schweizer Buchpreis nominiert. Besser: war. Denn die Veranstalter haben am Dienstagfrüh bekanntgegeben, dass Kracht sein Buch zurückgezogen hat. Als Begründung führt er an, den anderen Autorinnen und Autoren bessere Chancen einräumen zu wollen – er hatte den Preis bereits 2016 für "Die Toten" erhalten. Zum anderen aber wolle er dadurch den anderen Autorinnen und Autoren "eine bessere Chance auf den Preis geben" und "der Diskussion über die Förderung meines Werkes, wie sie bisweilen in einigen Schweizer Medien betrieben wird, nicht weiteren Stoff liefern."