Lukaschenko

Dieser Begriff ist hier unangebracht

Werner Fränkel

Von Werner Fränkel (Kehl)

Di, 08. September 2020

Leserbriefe

Zu: "Putin lädt Lukaschenko nach Moskau ein", Agenturbeitrag (Politik, 31. August)

Zur aktuellen Berichterstattung bezüglich Belarus möchte ich einmal anmerken, dass es mich stört, dass immer wieder, nicht nur in der Badischen Zeitung, von "Sicherheitskräften" die Rede ist. Dieser Begriff, eigentlich positiv besetzt, ist in diesem Zusammenhang gänzlich unangebracht. Es handelt sich hier, wie in anderen diktatorisch beziehungsweise autoritär geführten Staaten um Milizen, die von der herrschenden Führung in Marsch gesetzt werden, um die für ihre Rechte demonstrierenden Bürger einzuschüchtern und zu disziplinieren.

Im Falle Belarus führt die Schlägertruppe pikanterweise denselben Namen (OMON) wie die im Reich von Wladimir Putin, jenem Führer, dem ein einstiger Bundeskanzler bescheinigte, ein "lupenreiner Demokrat" zu sein, und dabei und dafür noch Geld einwirbt. So, als ob seine Bezüge, die er als Altkanzler erhält, nicht auskömmlich wären. Werner Fränkel, Kehl