Artemed Kliniken Freiburg

Dieser Operationsroboter revolutioniert die urologische Chirurgie

Di, 14. September 2021 um 11:21 Uhr

Anzeige Im Freiburger Loretto-Krankenhaus sind alle Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Die neue Chefarzt-Doppelspitze der Urologie hat jetzt einen daVinci Operationsroboter. Und der verspricht so Einiges.

Präzise Schnitte, kurze Heilungsdauer, quasi keine Narben – minimalinvasives Operieren bietet viele Vorteile. Statt großer Schnitte werden bei der Schlüssellochtechnik Instrumente durch kleine Einschnitte eingeführt und innerhalb des Körpers operiert. "Es gibt fast kein anderes chirurgisches Gebiet, das durch die Einführung der Robotik in den vergangenen 20 Jahren so verändert wurde, wie die Urologie," sagt Prof. Dr. Alexander Roosen. Er ist die eine Hälfte der neuen Chefarztdoppelspitze an der Urologie am Loretto-Krankenhaus. Gemeinsam mit dem bisherigen Chefarzt Prof. Dr. Stefan Tritschler will er die robotische Chirurgie an der Urologie der Freiburger Traditionsklinik etablieren. "Operationsroboter ist eigentlich ein irreführender Begriff," fügt Roosen hinzu. "Ein Roboter führt alles selbst aus. Der daVinci ist vielmehr ein Werkzeug. Ein tolles Werkzeug zwar, aber eben auch nur so gut, wie die Person, die ihn bedient. Für uns Urologen ist er das perfekte Arbeitsgerät."



Vier Arme hat der daVinci OP-Roboter der neuesten Generation, der jetzt im OP des Loretto-Krankenhauses steht. Bei einer Operation wird die Bauchdecke des Patienten mit Gas leicht aufgespannt und die Operationsarme durch winzige Schnitte in die Bauchhöhle eingeführt. Diese werden vom Operateur über eine Konsole gesteuert – sozusagen wie ein verlängerter Arm. Selbst in schwer zugänglichen Bereichen des Körpers erlauben die präzisen Instrumente ein sehr genaues Operieren mit maximaler Bewegungsfreiheit für den Operateur, auch ein eventuelles Zittern des operierenden Arztes ist der Roboter ganz einfach in der Lage auszugleichen – bei den feinen Strukturen, in denen ein Urologe arbeitet, ein riesiger Vorteil. Neben der deutlich erhöhten intraoperativen Sicherheit profitieren die Patienten zudem von allen Vorteilen minimal-invasiver Eingriffe: Die winzigen Schnitte führen neben einem geringeren Blutverlust und reduzierten Schmerzen auch zu einem kürzeren stationären Aufenthalt sowie einem deutlich besseren kosmetischen Ergebnis.

"Der daVinci ist der Goldstandard für die chirurgische Robotik," findet auch Prof. Dr. Stefan Tritschler, der bislang als alleiniger Chefarzt die Urologie am Loretto-Krankenhaus geleitet hat. Dass Professor Roosen den Weg nach Freiburg gefunden hat, ist auch ihm zu verdanken. "Wir haben schon als Assistenz- und Oberärzte in München zusammengearbeitet," erinnert sich Prof. Alexander Roosen. Im Jahr 2008 kam er in die bayerische Landeshauptstadt, 2015 wechselte er nach Bochum, um sich an einem ausgewiesenen und federführenden Zentrum für minimalinvasive Chirurgie in das gesamte Indikationsspektrum der robotischen Urologie einzuarbeiten. Mehr als 400 Operationen fanden im Schnitt jedes Jahr dort auf zwei Operationsrobotern statt.

Die beiden Chefärzte sehen der Arbeit als Doppelspitze der Urologie freudig entgegen. "Die Robotik hat die Urologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert," sagt Professor Tritschler. "Gleichzeitig einen daVinci zu bekommen und Professor Roosen von uns überzeugen zu können, ist für die Versorgung urologischer Patienten der Region auf höchstem Niveau ein riesiger Glücksfall. Wir ergänzen uns optimal in Expertise und Erfahrungsschatz – es gibt nun schlicht gesagt nichts, was wir hier im Bereich der urologischen Chirurgie nicht anbieten können."

"Wir haben hier im Loretto-Krankenhaus ideale Voraussetzungen für ein Facharztzentrum. So eng verzahnt, wie hier schon lange mit niedergelassenen Ärzten zusammengearbeitet wird – das ist keine Selbstverständlichkeit," sagt Professor Roosen. Für ihn war dies sogar ein Argument, sich ganz bewusst für eine eher kleine Klinik wie das Loretto-Krankenhaus zu entscheiden. "Ich habe im Laufe meiner Karriere viele Kliniken – auch die ganz großen – kennengelernt und weiß zu schätzen, wie hier am Patienten gearbeitet wird. Der persönliche Kontakt, die individuelle Therapieplanung und das Herzblut, dass in jeden Einzelnen gesteckt wird, suchen ihresgleichen. Wechselnde Ansprechpartner und Massenabfertigung gibt es hier nicht. Das halte ich persönlich für einen wichtigen Faktor für den langfristigen Behandlungserfolg."
Mehr Informationen zur Urologie sowie Kontaktdaten zur Anmeldung für die Terminsprechstunde am Loretto-Krankenhaus gibt es unter https://www.lorettokrankenhaus-freiburg.de/urologie.

Über das Loretto-Krankenhaus Freiburg
1921 von den Schwestern vom hl. Josef gegründet, ist das Loretto-Krankenhaus heute ein wichtiger Teil einer hochqualitativen Patientenversorgung im Großraum Freiburg. Die Klinik genießt über die Grund-, Regel- und Notfallversorgung hinaus ein weit überregionales Renommee in den hochspezialisierten Zentren für Orthopädische Chirurgie und Urologie – eingebettet in ein breites Fachspektrum mit leistungsstarker Innerer, Geriatrischer, Anästhesie- und Intensivmedizin. Seit Oktober 2020 gehört das Loretto-Krankenhaus zur Artemed-Gruppe.

Mehr Informationen finden Sie auf https://www.lorettokrankenhaus-freiburg.de/.