Dreierspitze für den Sozialdienst

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Mi, 17. Juli 2019

Waldkirch

Barbara Löffelbein, Veronika Scherzinger und Anita Gehring repräsentieren zugleich den über Waldkirch reichenden Tätigkeitsbereich.

WALDKIRCH. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Waldkirch ist in den Bereichen rechtliche Betreuungen, Sozial- und Lebensberatung sowie Schwangerschaftsberatung aktiv. Die Nachfrage in allen drei Bereichen ist leicht steigend. Der SkF hat nun einen Vorstand aus drei Frauen, die nicht aus Waldkirch, sondern aus dem Tätigkeitsgebiet des SkF Waldkirch kommen.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Waldkirch funktioniere gut, berichtete Vorstandssprecherin Chrysantha Dreher. Ende vergangenen Jahres hatte der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) 86 Mitglieder. Dieses Jahr konnten bereits fünf neue Mitglieder gewonnen werden. Die Mehrheit der Mitglieder sei älter als 70 Jahre. Von den 82 Terminen, die der Vorstand im vergangenen Vereinsjahr wahrnahm, war einer der Neujahrsempfang der Stadt, bei dem sich der SkF präsentierten konnte. Der Bereich soziale Medien werde immer wichtiger. Deshalb bewarb sich der SkF Waldkirch mit dem Thema "SkF Waldkirch 4.0 – digital sichtbar werden" um einen Zuschuss aus dem Projekttopf "Handeln für die Zukunft". Waldkirch ist nun einer von vier Vereinen, die eine Förderung erhalten. Bei dem Waldkircher Projekt sollen mehr junge Menschen auf die Arbeit und die Angebot des SkF aufmerksam gemacht und dafür begeistert werden. "Wir wollen den sozialen Wandel mitgestalten", betonte Geschäftsführerin Kathrin Joos.

Joos ist seit einem Jahr im Amt. Sie habe sich zunächst mit der Struktur des SkF beschäftigt und den SkF verschiedenen Gremien vorgestellt. Der Sozialdienst arbeitet unter anderem im Netzwerk Demenz mit. Eine gute Zusammenarbeit sei mit Pfarrer Thomas Braunstein entstanden. Im vergangenen Jahr wurde viel in IT investiert und unter anderem in der Schwangerschaftsberatung eine neue Software eingeführt.

Seit Ende vergangenen Jahres sei das Team nun komplett. Es sei viel auf den Weg gebracht worden. Jetzt sei der SkF auf der Suche nach neuen Räumen, um auch in Zukunft eine hohe Beratungsqualität bieten zu können. Der SkF sei weiterhin auf Spenden angewiesen, meinte Joos, nicht nur monetär, sondern auch in Form von Zeit und Arbeitskraft. So heiße der SkF jederzeit neue Ehrenamtliche willkommen, die sich in der rechtlichen Betreuung und in der Alltagsbegleitung engagieren möchten.

Chrysanta Dreher und Rita Maciej-Meier stellten sich für das Vorstandsamt nicht mehr zur Verfügung. Aber der SkF habe für einen neuen Vorstand "tolle und engagierte Frauen" gefunden, berichtete Joos. Gewählt wurden Barbara Löffelbein aus Gundelfingen, Anita Gehring aus Siegelau und Veronika Scherzinger aus Glottertal. Löffelbein ist Gemeindereferentin in Elzach, Gehring ist Pfarrsekretärin in Gutach und Scherzinger Gemeindereferentin in der Seelsorgeeinheit an der Glotter/Denzlingen. Das Tätigkeitsgebiet des SkF reicht über das Elztal und teils über die Grenzen des Landkreises Emmendingen hinaus.

Chrysanta Dreher und Rita Maciej-Meier haben den SkF seit vielen Jahren geführt, sagte Joos, Dreher seit acht Jahren und ihre Stellvertreterin Maciej-Meier seit 20 Jahren. Dreher brenne für soziale Arbeit und habe dem SkF ein Gesicht gegeben. In zahlreichen inspirierenden Gesprächen seien neue Gedanken entstanden. Sie habe sich hartnäckig für den SkF und für Frauen eingesetzt. Für Maciej-Meier sei es eine Selbstverständlichkeit, an jeder Stelle zu helfen. Sei habe eine achtsame und offene Art und eine Gabe für Schönes. Sowohl Dreher als auch Maciej-Meier dankten für die vielen Erfahrungen, die sie beim SkF machen durften. Oft hätten sich negative Erlebnisse im Nachhinein sogar in positive verwandelt.

Die Arbeit, die hier beim SkF verrichtet werde, sei eigentlich Aufgabe der Stadt, sagte Oberbürgermeister-Stellvertreter Josef Rothmund. Er freue sich deshalb, dass die Unterstützung des SkF durch die Stadt inzwischen auf eine vernünftige Basis gestellt wurde und es nun kein zähes Ringen mehr gebe. Das, was der SkF mache, sei eine Herkulesarbeit, denn die Gesellschaft schaue bei Armut gern weg. Genau hier, am unteren Ende der Skala, sei der SkF unterwegs.