Efringen-Kirchen

Egringen bekommt einen Mobilfunkmast, aber außerhalb des Dorfs

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Fr, 05. Juni 2020 um 11:00 Uhr

Efringen-Kirchen

Nachdem der Egringer Ortschaftsrat die Anfrage der Telekom auf Bau eines Mobilfunkmastes auf dem Schlauchturm abgelehnt hatte, soll jetzt ein Mast außerhalb des Dorfs errichtet werden.

Anfang des vergangenen Jahres war die Anfrage negativ beantwortet worden, nun soll ein Stahlgittermast außerhalb des Dorfes in Richtung der Obstanlage von Ortschaftsrat Dirk Brenneisen errichtet werden.

Ein entsprechender Bauantrag der DFMG Deutsche Funkturm GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG, wurde nunmehr vom Ortschaftsrat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag einstimmig befürwortet. Die Höhe des mit zwei Plattformen ausgestatteten Mastes wurde mit 25 Metern angegeben, das Fundament misst gut 23 Quadratmeter.

Standort zu nah an der Straße?

Bereits im August vergangenen Jahres hatte die Telekom diesen Standort ins Auge gefasst. Damals war jedoch vom Ortschaftsrat kritisiert worden, dass dieser Standort "vollkommen stromfrei" sei und der Bau einer Leitung zur Stromversorgung eines Mobilfunkmastes erhebliche Kosten verursachen würde. Dies war dem Unternehmen auch so kommuniziert worden. Wie der stellvertretende Bauamtsleiter Marc Braun nun auf Nachfrage erklärte, wird die DFMG jetzt eine Stromleitung von einer über die Felder laufenden Leitung, die Betonstraße querend, über einen gemeindeeigenen Feldweg hin zum Mast verlegen.

Vor zirka einer Woche hatten die Ortschaftsratsmitglieder eine Ortsbegehung vorgenommen. Bedenken wurden dabei bezüglich der geplanten Höhe der Anlage geäußert sowie dem nach Meinung einiger Ratsmitglieder zu nahen Standort an der dort verlaufenden Straße. Der Abstand zum Dorf soll laut Ortsvorsteher Bernd Meier mehr als 500 Meter betragen. Zwar befürwortete der Rat jetzt den Bauantrag einstimmig, regte jedoch an, zu überprüfen, ob die angegebene Masthöhe von 25 Metern zwingend notwendig sei. Der Eigentümer des betreffenden Grundstückes hat bereits einer Pacht durch die DFMG zugestimmt. Wenn die Anlage fertiggestellt ist, kann sie von den Kunden des Unternehmens, zu denen auch die Telekom Deutschland sowie Vodafone und O2 zählen, mittels anzubringender Antennen genutzt werden.