Einzelhandel

Eichstetten hat bald einen neuen Drogeriemarkt

Claudia Bachmann-Goronzy

Von Claudia Bachmann-Goronzy

Mo, 02. Dezember 2019 um 15:30 Uhr

Eichstetten

Eichstetten bekommt einen Rossmann-Drogeriemarkt. Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans Steegmatten II wurde der Weg dafür freigemacht. Baubeginn soll im Frühjahr 2020 sein.

Direkt im Anschluss an den Neubau für Soziales Wohnen im Bereich der Kreuzung Hauptstraße/Bruckmattenstraße soll ein Drogeriemarkt entstehen. Der Eichstetter Gemeinderat erteilte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig das Einvernehmen zu diesem Bauvorhaben.


"Historisch gesehen hatte Eichstetten einen Drogeriemarkt – den gibt es nicht mehr." Bürgermeister Michael Bruder
Der neue Drogeriemarkt wird eine Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern haben. Anlieferung und Lager werden im hinteren Bereich des Gebäudes Platz finden. Vor dem Gebäude werden 38 Stellplätze angelegt. "Historisch gesehen hatte Eichstetten einen Drogeriemarkt", sagte Bürgermeister Michael Bruder, "den gibt es nicht mehr." Einen Drogeriemarkt in der Größe in den Ort zu bekommen, sei nicht möglich, da der Platz nicht vorhanden sei. "Doch ist es wichtig, die Drogeriemarktartikel in Eichstetten kaufen zu können", so Bruder. Damit werde eine wichtige Infrastruktur geschaffen. Wenn die Genehmigung vorliegt, soll im Frühjahr 2020 mit dem Bau begonnen werden. Entsprechend der Absprache mit dem Regionalverband werde es keine weiteren Verkaufsflächen in diesem Bereich geben, die weitere Fläche soll definitiv für Gewerbe freigehalten werden, versicherte Bruder.

Der gesamte Bereich soll attraktiver werden

Durch die auf der anderen Straßenseite liegenden Einzelhändler im Gewerbegebiet Bruckmatten werde mit dem neuen Drogeriemarkt jedoch der gesamte Einkaufsbereich attraktiver, ist Bruder überzeugt.

Zuvor hatte der Gemeinderat, nach Abschluss der zweiten Offenlage, den Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet Steegmatten II beschlossen. Einige Anregungen seien eingegangen, die auch bereits eingearbeitet seien, so Bruder. Die wichtigsten Themen hatte man bereits im Vorfeld im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung aller Träger öffentlicher Belange geklärt und in den Bebauungsplan eingearbeitet.

Markus Langenbahn vom Architekturbüro Schlager & Partner stellte in der Sitzung nochmals kurz die Baupläne für den Neubau "Soziales Wohnen" vor, dem der Gemeinderat mehrheitlich zustimmte. "Sehr ansprechende Ansichten und doch ein zweckmäßiger Bau", fasste Bürgermeister Michael Bruder das Ergebnis der Pläne zusammen. Der dreigeschossige Bau wird mit jeweils zwei Wohnungen mit 60 Quadratmetern und zwei Wohnungen mit 78 Quadratmetern auf allen Etagen ausgestattet und schafft Wohnraum für maximal 54 geflüchtete Menschen. Auch machte Bruder nochmal deutlich, dass mit der Berechnung von einem Stellplatz pro Wohneinheit ausreichend Parkraum geschaffen sei, da es sich hier um soziales Wohnen handle.

"Vor dem Bauantrag hätte ich gerne über die Finanzierung gesprochen", sagte Sven Meier, der sich bei der Abstimmung der Stimme enthielt. "Wo kommt das Geld her?" Rechnungsamtsleiter Dennis Dirner erläuterte, dass es aktuell noch schwierig sei, die Kosten konkret aufzustellen, da bislang noch nicht einmal die Grundstückspreise festgelegt worden seien. "Man weiß, es wird rund zwei Millionen Euro kosten", so Dirner. Der Dringlichkeit des Bauvorhabens geschuldet, gehe man hier etwas anders vor als gewohnt. Gegen den Bauantrag stimmte Bernd Kowalke, unter anderem, weil er sich einen anderen Standort gewünscht und die Gewerbefläche lieber Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellt hätte.