Ein dankbarer und hingerissener Vater

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Do, 31. Dezember 2020

Volleyball

2020 war für den Volleyballer Dominic Salomon privat, beruflich und sportlich erfüllend.

"Ich könnte zerfließen, so goldig ist meine kleine Tochter", sagt Dominic Salomon. Seit dem 15. Oktober sind seine Frau Fabienne und er glückliche und stolze Eltern der kleinen Lilien. Der Zweitliga-Volleyballer (Jahrgang 1992) aus Emmendingen wird das Corona-Jahr in guter Erinnerung behalten, denn perfekter hätte es für ihn persönlich nicht laufen können.

Im Herbst 2019 hat der Angreifer der FT 1844 Freiburg geheiratet, davor an der Universität das Lehrer-Staatsexamen in Deutsch und Sport bestanden. Auf der Agenda stand das Referendariat am Offenburger Schillergymnasium.

"Wenn man mitten in Prüfungen steckt oder vor den Herausforderungen des Berufseinstiegs, muss man sportlich Abstriche machen, dachte ich", erzählt Salomon. Bei der Affenbande, wie sich die Freiburger Volleyballer gerne bezeichnen, rechnete er wegen seines reduzierten Trainingspensums mit weniger Einsatzzeiten. Doch im Kampf gegen den Abstieg wurde Salomon von Spiel zu Spiel wichtiger und besser: "Diese Performance war nicht selbstverständlich. Aber ich war verletzungsfrei, und die Verpflichtung des Zuspielers Maciej Madej, mit dem ich sehr gut harmonierte, hat mir sehr geholfen." Als im März die Pandemie die zweite Volleyball-Bundesliga blockte, war die FT 1844 auch dank Salomon längst auf Rettungskurs.

Unbegründet war auch der Bammel vor der Pendelei nach Offenburg und seinem großen Schillergymnasium: "Ich habe dort das Glück, ein wunderbares Kollegium sowie eine kompetente und menschliche Schulleitung kennenzulernen." Der angehende Lehrer würde nur ein bisschen auf positiven Stress verzichten, um ein wenig mehr Zeit für Lilien zu haben: "Für unsere kleine Tochter ist aber den ganzen Tag meine Frau da", sagt er dankbar.