Feldberg: Spatenstich für Landmarkt mit Wirtshuus

Ein Marktplatz für Schwarzwälder Gaumenfreuden

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Mi, 07. Oktober 2020 um 17:26 Uhr

Feldberg

Für sechs Millionen Euro entsteht in Feldberg-Bärental ein Landmarkt mit Wirtshuus. Die Eröffnung ist im Spätherbst 2021 geplant.

In strategisch bester Lage, am Knotenpunkt zwischen Feldberg, Titisee und Schluchsee, entsteht ein Landmarkt mit Gastronomie. Den symbolischen ersten Spatenstich für das Sechs-Millionen-Euro-Projekt führten Investor Johannes Pokrzywa und Bürgermeister Johannes Albrecht gemeinsam mit Vertretern von Banken und Baufirmen aus.

In den vergangenen Wochen hatten schwere Baumaschinen das Areal an der Feldbergstraße, auf dem früher der Bauhof Feldberg angesiedelt war, erst in baureifen Zustand versetzt. Nach jahrelanger Vorbereitung geht das ambitionierte Projekt "Landmarkt mit Wirtshuus" nun an den Start. Johannes Pokrzywa, der mit Tochter und Sohn als Investoren-Familie auftritt, hat in der langen Vorbereitungszeit beschlossen, dass sie nicht nur bauen lassen, sondern den Landmarkt auch betreiben werden.

"Eine weitere Attraktion wird im Agglomerat Bärental geschaffen, die Gäste anzieht", gratulierte Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht Investor Johannes Pokrzywa zur Umsetzung. "Eine Wälder-Familie" als Investor, freute sich Albrecht und erinnerte daran, dass das Projekt einen jahrelangen Vorlauf hat und schon von seinem Amtsvorgänger auf den Weg gebracht worden ist.

Zahlen und Zeiten
Der Landmarkt wird zweigeschossig gebaut. Im Erdgeschoss weist er eine Verkaufsfläche von 650 Quadratmetern auf. Darin sollen hochwertige Schwarzwälder Produkte in einem besonderen Ambiente angeboten werden. Von Frischware bis zu Kunsthandwerk soll die Angebotsvielfalt reichen, alle Produkte sollen aus dem Schwarzwald sein. Eine enge Zusammenarbeit ist mit dem Naturparkmarkt geplant. "Mehr Schwarzwald als bei uns gibt es dann nirgendwo", brachte es Bürgermeister Albrecht auf den Punkt.

Im Obergeschoss wird es ein gastronomisches Angebot geben. Auf dem Dach soll eine 300 Quadratmeter große Photovoltaikanlage für Energie sorgen. Auf dem Gelände sind Ladestationen für E-Bikes und für Elektroautos vorgesehen. Für die im Landmarkt und im Wirtshuus benötigte Wärme wird eine Pelletsanlage sorgen. Im ausgedehnten Freigelände ist es denkbar, dass Schwarzwälder Handwerkskunst und Brauchtum mit besonderen Aktionen demonstriert und vorgeführt werden könnten.

Wer im Hochschwarzwald ein großes Projekt angeht, der muss im Zeitplan mit den Wetterkapriolen eine Variable berücksichtigen. Nach dem Spatenstich geht es nun los. Wenn der Winter auf sich warten lässt, dann könnte in zwei Monaten das Dach erstellt sein, hofft Pokrzywa. Mit der Fertigstellung und der Eröffnung rechnet er in rund einem Jahr im Herbst oder zu Winterbeginn 2021.

Während die baulichen Arbeiten beginnen, startet die Auswahl der Beschicker für den Landmarkt. Unter dem Motto, "Alles Gute aus dem Schwarzwald" wird auf Hersteller und Lieferanten gebaut, die persönlich hinter ihren Waren stehen.

Dem Unternehmer und ausgebildeten Gastronom Johannes Pokrzywa liegt die regionale Herkunft der Lebensmittel besonders am Herzen. Mit seinem Landmarkt wolle er den zumeist kleinen Produzenten einen Marktplatz schaffen und so nachhaltige Wertschöpfung mit kurzen Transportwegen verbinden. Gespräche mit einigen interessierten Marktbeschickern werden geführt.