Ein starkes Signal für den neuen Kommandanten

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Di, 06. April 2021

Teningen

Stefan Engler wurde einstimmig zum Chef der Freiwilligen Feuerwehr Köndringen gewählt / Leitungsteam mit Stefan Obrecht.

In der Führung der Köndringer Feuerwehr gab es einen Generationenwechsel: Neuer Kommandant ist nun Stefan Engler. Die Entscheidung für die Feuerwehr hat Engler schon sehr früh getroffen. Genauer im Alter von zehn Jahren, als er sich gegen den Handballsport und für die Jugendfeuerwehr in Köndringen entschied. Natürlich hätten ihn als Kind die Technik, die großen Fahrzeuge und die Kameradschaft fasziniert, erzählt der heute 29-Jährige. Motiviert habe ihn aber auch der Sinn hinter der ganzen Sache. Bei einem Notfall nur zusehen zu müssen und nicht helfen zu können, sich so nutzlos zu fühlen, das habe er einfach nicht gewollt. Da sei die Jugendfeuerwehr schon etwas anderes als ein Sportverein gewesen. Die Liebe zur Technik hat den gebürtigen Köndringer dann auch auf seinem weiteren Weg nicht losgelassen. Inzwischen arbeitet er als Maschinenbauingenieur in Neuenburg.

Die große Unterstützung für ihn und seinen Stellvertreter Stefan Obrecht bei der Wahl habe ihn sehr gefreut. "Die Einstimmigkeit war ein starkes Signal", so Engler, der anlässlich des vollzogenen Generationenwechsels natürlich "Dinge anders machen will", aber keine wesentlichen Änderungen in der Abteilung plant. "Mein Vorgänger hat über die Jahre gute Arbeit geleistet, da gibt es mit Sicherheit keine Kehrtwende." In der aktuell schwierigen Lage legt er neben der üblichen Nachwuchssuche vor allem auf die Pflege der Kameradschaft wert. "Wir sind mit 39 Aktiven eine starke Truppe, die zweitgrößte Wehr in Teningen." Der Zusammenhalt und das Engagement seien hier sehr groß. Das sei auch ein Grund gewesen, weshalb er sich mit Stefan Obrecht überhaupt zur Wahl gestellt habe. Für ihn sei es momentan am wichtigsten, diese Mannschaft zu halten. "Die Kameraden, die in der Feuerwehr sind, sollen auch Spaß an ihrem Ehrenamt haben." Schließlich opferten sie enorm viel Zeit für die Allgemeinheit. Nur so gelinge es, sie auch langfristig an die Wehr zu binden.

Privat ist Stefan Engler "glücklich liiert mit einer Feuerwehrfrau", wohnt aktuell in Teningen, würde sich aber gern wieder in seinem Heimatsortsteil niederlassen. Neben der Arbeit und der Feuerwehr bleibt nur wenig Zeit für weitere Hobbys. Vor Corona immer hin noch fürs Joggen und das Fitnessstudio.