Unmüßig vs. Krögner

Ein Streitgespräch über die Wohnungsnot in Freiburg

Klaus Riexinger und Jens Kitzler

Von Klaus Riexinger & Jens Kitzler

Mo, 07. Januar 2019 um 09:21 Uhr

Freiburg

Der Sonntag Freiburg braucht dringend neue Wohnungen, hat aber kaum Bauflächen. Wie lässt sich dieser Konflikt lösen? Bauunternehmer Unmüßig und SPD-Stadtrat Krögner über die Wohnungsnot.

Im Ziel sind sich der Freiburger Bauprojektentwickler Hans Peter Unmüßig und der SPD-Stadtrat Walter Krögner einig – nicht aber über den Weg dahin.
Der Sonntag: Herr Unmüßig, Herr Krögner, wie lässt sich die Wohnungsnot in Freiburg bekämpfen?

Unmüßig: Das ist relativ trivial – indem man mehr baut. Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage ist bekannt. Dadurch steigen die Preise.

Der Sonntag: Und wenn, wie in Freiburg, das Bauland fehlt?

Unmüßig: Das ist das Thema. Die Bauwirtschaft steht bereit. Alle wollen bauen. Es fehlt Bauland. Die Kommune ist Monopolist in der Baulandentwicklung. Deshalb ist es so sträflich, dass man das Bauland so knapp werden lässt, dass die Mieten auf bis zu 14 Euro pro Quadratmeter steigen – das ist zutiefst asozial.
Zur Person
Hans-Peter Unmüßig (67) ist einer der einflussreichsten Projektentwickler in Freiburg. Der gebürtige Freiburger und studierte Kaufmann ist seit 1976 im Familienunternehmen Unmüßig Bauträgergesellschaft Baden. Das Unternehmen hat 80 Beschäftigte. Unmüßig ist verheiratet und hat drei Kinder.
Krögner: Aktuell stehen 3 000 Menschen bei der Stadtbau auf der Warteliste und 1 800 Menschen auf der Notfallliste der Stadt. Wir sind uns also darin einig, dass Bauland fehlt. Doch das ist nicht so einfach. Auf der einen Seite der Stadt haben wir Berge, auf der anderen den ...

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