Ortenau

Einbrecher nutzt eine Trauerfeier aus und wird in Dörlinbach erwischt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 25. Oktober 2019 um 16:24 Uhr

Schuttertal

Die Kriminalpolizei hat im Verlauf des Donnerstagmittags einen mutmaßlichen Einbrecher festgenommen. Dem Mann werden auch frühere Einbrüche in Durbach und Schutterwald zur Last gelegt.

Bereits im Januar 2016 ereignete sich laut Polizei in Durbach ein Einbruch, der eine spezifische Herangehensweise des Täters erkennen ließ. Offenbar war ihm bekannt, dass sich sein auserkorenes Opfer aufgrund eines Trauerfalls und der Beisetzung in einem bestimmten Zeitraum nicht zu Hause aufhielt. So konnte er unbemerkt in das Wohnanwesen einsteigen und Beute machen. Die damalige Kontrolle eines heute 49 Jahre alten Mannes im Umfeld des Tatortes sollte eine wichtige Rolle in den späteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen spielen. Ihm konnte im Jahr 2016 aber noch keine konkrete Tatbeteiligung nachgewiesen werden.

Das sollte sich im August diesen Jahres ändern: Ein Zeuge machte in Schutterwald eine ungewöhnliche Beobachtung. Er bemerkte im Umfeld eines Hauses, in welchem kurz zuvor ein Trauerfall zu beklagen war, einen unbekannten Mann und sprach ihn an. Diese Beobachtung brachte die Beamten auf die Spur des mutmaßlichen Einbrechers. Bei einem Fotovergleich erkannte der Zeuge den in Durbach aufgefallenen 49-Jährigen wieder.

Der Mann war bereits in zwei Wohnungen eingebrochen

In den Fokus der Ermittlungen gerückt, führten am Donnerstag verdeckte Maßnahmen dazu, dass der Tatverdächtige kurz nach 15 Uhr unmittelbar nach einem Einbruch in zwei Wohnungen in der Blumenstraße nach frischer Tat vorläufig festgenommen werden konnte. Die bestohlenen Anwohner befanden sich zur Tatzeit entsprechend vorangegangenen Vorfällen bei einer Trauerfeier.

Der 49 Jahre alte Mann wurde im Verlauf des Donnerstags auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg einem Haftrichter vorgeführt. Das Gericht erließ einen Haftbefehl wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl. Ob der Tatverdächtige für eine Vielzahl weiterer zurückliegender Einbrüche mit ähnlicher Vorgehensweise verantwortlich ist, wird derzeit geprüft. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.