Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr-II 2022

Eine unheimliche Verwandlung

bzt

Von bzt

Fr, 10. Juni 2022 um 12:03 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Sofie Günther, Klasse 4, Grundschule Hausen, Hausen im Wiesental

Mein Onkel Johannes war schon immer ein besonderer Mensch. Er hat schwarze Haare, grün funkelnde Augen, ist sportlich und arbeitet bei der Polizei. Er wohnt in der kleinen Wohnung in Omas und Opas Haus.

Heute darf ich bei Oma übernachten. Es ist spät am Abend und ich liege schon im Bett. Da höre ich ein seltsames Geräusch. Vorsichtig schaue ich, ob alle schlafen. Leise schleiche ich aus dem Haus. Da ist das Geräusch schon wieder. Es kommt aus der Wohnung von Johannes. Ich husche an das Fenster der Wohnung. Das Fenster steht sperrangelweit offen. "Komisch", denke ich. Als ich in die Wohnung schaue, sehe ich ein Buch neben dem Bett liegen. Das Buch ist aufgeschlagen. Darin steht: "Vom Werwolf zum Mensch". Daneben ist ein Zauberkristall abgebildet. Ich will mich gerade wieder auf den Weg ins Bett machen. Da sehe ich auf einmal, wie ein Schatten um die Hausecke huscht. Leise schleiche ich um die Hausecke. Jetzt entdecke ich ein Wesen mit Hose, das auf den nahegelegenen Wald zu rennt. Plötzlich fällt dem Wesen etwas aus der Tasche. Schnell eile ich zu dem herausgefallenen Ding. Ich hebe es auf und sehe, dass es ein Handy ist. "Jetzt aber schnell hinterher", denke ich. Das Wesen ist inzwischen am Waldrand angelangt. Als ich auch da bin, rennt das Wesen durch eine Lichtung hindurch. Ich kann erkennen, dass das Wesen wie ein Mann mit Fell aussieht. "Moment mal", denke ich. Schnell gebe ich "Mann mit Fell" in das Handy ein. Das Handy zeigt mir mit großen leuchtenden Buchstaben "WERWOLF" an. Ich verstecke mich am Waldrand hinter einem Baum.

Da kommt mir noch ein Gedanke: Es wäre sicher toll, wenn meine Werwolf-Entdeckung in die Zeitung kommen würde. Deshalb rufe ich mit dem Handy bei der Badischen Zeitung an. Eine nette Reporterin geht ans Telefon. Ich berichte ihr von meiner Entdeckung und sage, dass sie schnell aber leise ohne Motorroller kommen soll, um den Werwolf nicht zu erschrecken. "Ich sause", flüstere sie. Während des Gesprächs beobachte ich, wie der Werwolf ein paar Büsche zur Seite schiebt und in einen hohlen Berg hineingeht. Nach ein paar Minuten kommt die sausende Reporterin schon herbeigeflitzt. Gerade rechtzeitig! In diesem Moment kommt tatsächlich mein Onkel Johannes an Stelle des Werwolfs aus der Höhle heraus. Er hat einen strahlend hellen Kristall in der Hand. Ich denke: "Jetzt oder nie" und springe hinter dem Baum hervor. Johannes ist ganz überrascht als er mich sieht. "Das ist eine Sensation", schreit die Reporterin und macht eifrig Fotos.
Am nächsten Tag steht in der Zeitung ein Artikel "Werwolf-Alarm: Werwolf findet Zauberkristall und wird erlöst".