"Einfach ein Superrennen"

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Di, 12. Januar 2021

Skilanglauf

Trainer Dieter Notz analysiert für die BZ die Tour de Ski.

Die Tour de Ski 2021 ist Geschichte. Dieter Notz hat die acht Etappen in der Schweiz und Italien genau verfolgt. Für die BZ bilanziert der Langlauf-Landestrainer der Skiverbände Baden-Württemberg (SBW) die Leistungen der Starter des Schwäbischen Skiverbands und des Skiverbands Schwarzwald, an deren Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Bei den Männern stellten sie die Hälfte der deutschen Starter.
Janosch Brugger (WSG Schluchsee): Zu Beginn in Val Müstair war der Youngster im deutschen Team "noch auf Formsuche", so Notz. Im vierten Rennen in Toblach "ist der Knoten geplatzt", wobei der zehnte Platz des Lenzkirchers im Skating-Einzelrennen auch für seinen früheren Trainer am Ski-Internat Furtwangen "sehr überraschend" kam. Bei der Verfolgung im klassischen Stil sei der 23-Jährige dann tags darauf nach zu hohem Anfangstempo eingebrochen. Als "Superrennen" qualifiziert der Landestrainer den Massenstart in Val di Fiemme, in dem Brugger sich aus hinterer Startposition ins Spitzenfeld vorarbeitete und als Sechster nur 7,6 Sekunden hinter dem Tagessieger behauptete. Damit schaffte er auch die Qualifikation für die Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf. Achter im Klassik-Sprint war das dritte "Topergebnis" und Rang 30 in der Gesamtwertung nach dem schwachen Start "ganz gut".
Florian Notz (SZ Römerstein): Der 28-jährige Sohn des Landestrainers wurde in Val Müstair von Sturz und Stockbruch gebremst, beim Final Climb kostete ihn erneutes Pech Zeit: Als ihm ein Franzose über die Ski rutschte, öffnete sich die Bindung und Notz verlor einen Ski. Sonst wäre mehr drin gewesen als Rang 19 im Gesamtklassement, das ließen ein elfter und zwei 13. Plätze erkennen.
Andreas Katz (SV Baiersbronn): Der Oldie (33) im DSV-Team kam nicht in Form. Nach fünf Platzierungen zwischen 74 und 37 verließ er die Tour.
Pia Fink (SV Bremelau): Janosch Bruggers Freundin schaffte ihre besten Ergebnisse als 20., 23. und 19. auf den letzten drei Etappen. Als 27. der Gesamtwertung war sie drittbeste Deutsche.