Samstagsmarkt

Einhaltung der Corona-Regeln auf dem Münstermarkt soll wöchentlich geprüft werden

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Mi, 29. Juli 2020 um 16:22 Uhr

Altstadt

Der Freiburger Münstermarkt darf weiter samstags stattfinden. Die Veranstalterin FWTM justiert je nach Corona-Lage und Markttreiben neu – und will jede Woche prüfen, ob die Regeln befolgt werden.

Eine Schließung des Münstermarkts an Samstagen ist erstmal vom Tisch. Der beliebte Markt wird auch in dieser Woche stattfinden, teilte die Freiburg, Wirtschaft, Touristik und Messe (FWTM) als Veranstalterin am Dienstag auf BZ-Nachfrage mit.

"Wir wollen den Markt natürlich offen halten", sagt FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme. Allerdings müsse man die Situation auf dem Platz mit Blick auf die Corona-Lage weiterhin Woche für Woche neu evaluieren, betonte sie im BZ-Gespräch. Schlussendlich könne man daher für die kommenden Wochen und Monate nichts ausschließen. Um einerseits die Mitmenschen zu schützen und andererseits den Markt zu genießen, seien weiterhin einige Maßnahmen nötig, die fortlaufend neu justiert werden. Dazu gehörte bisher bereits das Entzerren der Stände, um breitere Gassen zu erhalten, sowie der durch die FWTM koordinierte Abbau um 14.30 Uhr. Um Pulks zu verhindern, sind zudem Ausschank und Verkostung untersagt. Sanktionen möchte Hanna Böhme jedoch möglichst vermeiden. Strafen oder Bußgelder habe es bisher nicht gegeben; in einigen Fällen wurde mündlich ermahnt.

Engstellen bei Bauernständen und vor der Stadtbibliothek

An den vergangenen beiden Samstagen stand das Markttreiben in besonderem Fokus. Die FWTM hatte eine mögliche Schließung ins Spiel gebracht, sollten Beschicker und Besucher die Corona-Regeln an den beiden Tagen zu einem großen Teil missachten (BZ berichtete). Engstellen gab es schließlich auf der Südseite im Bereich der Bauernstände und Selbsterzeuger sowie vor der Stadtbibliothek. Um für Entspannung zu sorgen, wurden dort umgehend eine Sitzbank zur Hälfte abgesperrt und Wege verbreitert. Das war bereits zuvor bei den Wurstständen der Fall.

Um für die Einhaltung der Regeln zu sorgen, waren neben den Marktmeistern zwei weitere Kräfte als Marktaufsicht in gelben Warnwesten unterwegs. Zudem schaute der städtische Vollzugsdienst genauer hin und vermittelte an Problemstellen. Man stehe weiterhin in engem Austausch mit dem Amt für öffentliche Ordnung, sagte Böhme, die nach den insgesamt positiven Erfahrungen der letzten zwei Wochen die beiden zusätzlichen Aufseher zunächst wieder abzieht. Weiterhin stehen Schilder mit dem Hinweis auf die Abstandsregelung sowie die Empfehlung zum Mund-Nasen-Schutz. Zudem gibt es die "WaschBar" von Badenova an der Nordwest-Ecke. Dort können sich Besucher des Markts die Hände waschen.