Einsatz fürs Stromsparen und mehr Blühflächen

Michael Haberer

Von Michael Haberer

Di, 24. November 2020

Herbolzheim

Herbolzheimer Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr tagte.

Die Umrüstung der Straßenlampen auf LED geht nach und nach weiter. Das teilte Bauamtschef Jürgen Rauer im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr mit. Von den 2000 Leuchten in der Stadt seien 40 Prozent bereits umgestellt. Dies sei im Rahmen von Förderprogrammen geschehen und habe eine Stromeinsparung von 80 Prozent erbracht. Für die restlichen Leuchten gebe es keine Förderung, aber 40 bis 50 Leuchten im Jahr würden weiterhin umgestellt, wenn sie nicht mehr funktionieren und umgetauscht werden müssen.

Die Leuchten sollen meist ein leicht gelbliches Licht ausstrahlen. Bei der Sanierung und Neugestaltung der Hauptstraße habe sich der Gemeinderat für neutralweiße Leuchten mit 4000 Kelvin Farbtemperatur entschieden. Dieses Licht sei schon insektenfreundlich, aber nicht optimal, erklärte Rauer. Die kommenden Leuchten mit 3000 Kelvin seien es und erbrächten die gleiche Ausleuchtung. Mit dem Austausch der Leuchten auch die Möglichkeit zu schaffen, die Leuchtenleistung zu dimmen, sei nicht möglich, sagte Rauer auf Nachfrage. An der Regeltechnik werden nichts geändert: Das Licht gehe an oder aus.

Die Ortsvorsteher sind laut Bürgermeister Thomas Gedemer aufgefordert, Flächen für mögliche Blühstreifen zu benennen. Gedemer bezweifelte allerdings, dass Blühflächen oder Biodiversitätspfade, wie für eine Förderung durch das Land nötig, dabei herauskommen. Größe und Ausweisung solcher Blühflächen seien eine große Investition, sagte Gedemer. Als möglicher Pfad stand ein Weg an der Bleiche in Wagenstadt zur Diskussion. Architektin Nadine Schönberger hatte in ihrem Vortrag zur Entwicklung Wagenstadts im Juli einen solchen ausgeschilderten Weg als Aufwertung des Dorfes ins Gespräch gebracht. Die Pläne seien bereits angefordert, sagte Gedemer.

Blühen wird es im Frühjahr allemal. Der Bauhof habe 6000 Blumenzwiebeln gesetzt, teilte Gedemer mit. Eigentlich sei es als Pflanzaktion der Herbolzheimer geplant gewesen. Doch angesichts Covid-19 habe der Bauhof den Job übernommen.

Innenhof der Dörle-Schule soll abschließbar werden

Die Zugänge zum Innenhof der Emil-Dörle-Schule bekommen demnächst Tore. Damit soll der Schulhof nach der Schulzeit abgeriegelt werden können. Anstoß sind Vandalismus und Ruhestörung durch die Jugendlichen, die sich auf dem Campus immer wieder austoben. Durch den geschlossenen Campus wolle man die Jugendlichen nicht einfach verdrängen, versicherte Gedemer. Plätze wie beim Jugendzentrum sollen als Alternative angeboten werden. Der geschlossene Schulcampus ermögliche künftig Open Air Veranstaltungen mit Eingangskontrolle.