Bayern

Einsatzkräfte finden Toten bei Wrack von Kleinflugzeug

dpa

Von dpa

Fr, 23. August 2019 um 13:16 Uhr

Panorama

In den Bergen im Süden Bayerns stürzt ein Kleinflugzeug ab, bereits am Donnerstag verschwand es vom Radar. Mindestens ein Mensch kommt ums Leben. Die Bergung ist kompliziert.

Bei dem Wrack des vermissten Kleinflugzeuges in Oberbayern haben Einsatzkräfte einen Toten gefunden. Derzeit deute vieles darauf hin, dass es sich dabei um den 51 Jahre alten Piloten der Maschine handele, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann aus dem Landkreis Traunstein sei der Besitzer des Flugzeuges und werde seit Donnerstag vermisst, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Ein Zeuge soll laut Polizei einen lauten Knall gehört haben

Das Kleinflugzeug war am Donnerstag von Tirol nach Salzburg unterwegs, als es vom Radar der deutschen Flugsicherung verschwand. Ein Zeuge soll laut Polizei einen lauten Knall gehört haben. Mehr als 60 Helfer der Bergwacht und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei sowie drei Hubschrauber waren nach Angaben der Behörden im Einsatz.

Die Ermittler vermuten, dass sich der Pilot zum Zeitpunkt des Absturzes alleine in der Maschine befand. "Es ist nicht davon auszugehen, dass weitere Menschen gefunden werden", sagte die Sprecherin.

Obduktion der Leiche Anfang kommender Woche soll weitere Details offenbaren

Die Wrackteile seien rund 100 Meter unterhalb vom Gipfel gesichtet worden. "Die Leiche und die Wrackteile werden im Laufe des Nachmittags durch Hubschrauber abtransportiert", sagte die Sprecherin.

Einsatzkräfte der Kriminalpolizei und der Spurensicherung seien zu der Unfallstelle auf den 1475 Meter hohen Bogenhorn gebracht worden. Sie sollen unter anderem zur Unfallursache ermitteln. Die Arbeit gestalte sich aber schwierig, da das alpine Gelände steil und nur schwer zugänglich sei. Eine Obduktion der Leiche Anfang kommender Woche soll weitere Details offenbaren.

Die Helfer hatten die Suche am Freitagmorgen fortgesetzt, nachdem sie am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr abgebrochen worden war. Wegen des Nebels und der Dunkelheit wurde die Suchaktion für die Helfer zunehmend gefährlicher.