EHC Herrischried

Michael Schmerda: Ein Ex-Profi in der Provinz

Hrvoje Miloslavic

Von Hrvoje Miloslavic

Do, 02. April 2015

Eishockey

Porträt: Früher spielte Michael Schmerda Eishockey in Freiburg – jetzt im Hotzenwald beim EHC Herrischried.

EISHOCKEY. Wer die Statistiken studiert und Michael Schmerda mit Herrischried spielen sieht, könnte auf die Idee kommen, dass der 29-Jährige von der Dritten Regio League Schweiz unterfordert ist. Kein Wunder. Einst galt er als großes Talent, später wurde er Profi. In der vergangenen Saison wurde Schmerda, der beim EHC Freiburg den Weg zum Eishockey fand, mit weitem Abstand Ligatorschützenkönig. Er steuerte 38 Tore und zwölf Assists zur herausragenden Bilanz der White Stags bei, die Tabellenzweiter wurden.

"Das ist ein knallharter Profi." So lautet eine häufig gebrauchte Umschreibung. Auf den in Zürich geborenen Michael Schmerda (tschechisch ’Smerda’) trifft diese nur bedingt zu. An Einstellung, Kampfgeist und Siegeswillen mangelt es dem Ex-Eishockeyprofi keineswegs. Deutlich wird im Gespräch mit dem 29-Jährigen aber auch, dass sich Werte wie Bescheidenheit und der Blick für das Wesentliche im Leben mit fairer sportlicher Härte sehr wohl verbinden lassen.

Seine ersten Kufenschwünge vollzog Schmerda, dessen Eltern in den 80er Jahren aus dem tschechischen Ostrava nach Freiburg übersiedelten und dort ein Lokal betrieben, mit sechs Jahren. Die später allein erziehende Mutter meldete den kleinen Michael beim EHC Freiburg und den Fußballern der SG Landwasser an: "Eigentlich habe ich damals mehr Fußball gespielt", sagt er.

Er wisse noch genau, wie schwer es für seine Mutter gewesen sei, ihn und seinen drei Jahre älteren Bruder durchzubringen. Die Geldknappheit der Familie hat so manche ...

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