Eisvögeln fehlt Geld

Georg Gulde

Von Georg Gulde

So, 21. Juni 2020

USC Eisvögel

Auswirkungen von Corona.

Gute und nicht so gute Nachrichten von den Frauen-Basketballerinnen des USC Freiburg: Der Stamm an deutschen Spielerinnen steht, mit denen die Eisvögel im Herbst in ihre 20. Erstliga- Saison starten wollen. Die Corona-Krise wirkt sich aber auf den Club gravierend aus.

Denn sie hat den Eisvögeln ein Defizit in der Spielzeit 2019/20 beschert – und aktuell fehlen zur Deckung des Etats laut Harald Janson, dem Sportlichen Leiter, noch 150 000 Euro. Das dürfte knapp die Hälfte des Saison-Budgets sein. "So große Fragezeichen wie jetzt gab es noch nie", sagte Janson der Badischen Zeitung.

Dennoch hat der USC Freiburg für die erste Liga gemeldet. Hauptrund für den ungesicherten Betrag im Saisonetat sind die fehlenden festen Zusagen von Sponsoren – aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage durch die Corona-Pandemie. Vor ihrer 20. Bundesligasaison setzen die Eisvögel zur Sicherung des Fortbestehens daher auf "einmalige Engagements von Unternehmen, die von der Krise wenig oder positiv betroffen sind".

"Wir sparen, wo wir können", sagt Janson. Unter anderem will der Club in die neue Saison mit lediglich drei ausländischen Spielerinnen gehen – bisher waren es vier. Neben Kapitänin und Nationalspielerin Luana Rodefeld, die ins Ausland wechseln will, gehören – aus unterschiedlichen Gründen – auch Mirna Paunovic, Christina Zehender, Viktoria Wieczorek und Leonie Kambach nun nicht mehr dem Erstliga-Kader an.

Ihre Verträge verlängert haben indes Luisa Nufer, Lea Ouedraogo, Sara Kranzhöfer, Emilly Kapitza und Pauline Mayer. Neu hinzu kommen Sophie Ouedraogo (18 Jahre/bisher zweite Mannschaft) und Jugend-Nationalspielerin Maria Konstantinidou (17/Ludwigsburg).