Soziale Medien

Eltern haben bei der Medienbildung der Kinder hohe Verantwortung

Felix Lieschke

Von Felix Lieschke

Fr, 01. September 2017

Computer & Medien

BZ-Plus Das Internet hat viel verändert, das Einkaufsverhalten, die Kommunikation, die Jobsuche. Es birgt aber auch Gefahren, besonders für Kinder. Der Medienpsychologe Tobias Dienlin (30) und der Gesundheitspädagoge Daniel Ott (31) sprechen per Videokonferenz über die Vor- und Nachteile sozialer Medien und die Rolle der Eltern bei der Medienbildung.

as Internet hat viel verändert, das Einkaufsverhalten, die Kommunikation, die Jobsuche. Es birgt aber auch Gefahren, besonders für Kinder. Der Medienpsychologe Tobias Dienlin (30) und der Gesundheitspädagoge Daniel Ott (31) sprechen per Videokonferenz über die Vor- und Nachteile sozialer Medien und die Rolle der Eltern bei der Medienbildung.

D BZ: Herr Dienlin, machen soziale Medien sozialer?
Dienlin: Gemäß der Daten, die wir gefunden haben, machen sie zumindest nicht unsozialer. Als wir Probanden danach gefragt haben, wie einsam sie sich fühlen, haben wir festgestellt, dass es keinen Zusammenhang zwischen ihrer Einsamkeit und der Nutzung von Messengern wie WhatsApp oder sozialen Netzwerken gibt. Menschen, die soziale Netzwerke nutzen, um ihren Freunden oder Familienmitgliedern zu schreiben, reden auch im richtigen Leben häufiger mit ihnen.
BZ: Das ist eine ziemlich subjektive Einschätzung der Befragten?
Dienlin: Ja, das ist eine Schwachstelle der Studie, dass wir die Leute nur fragen können. Rein forschungstechnisch wäre es natürlich schöner, man würde bei Google arbeiten und könnte sich die tatsächliche Gesprächszeit liefern lassen. Das geht aber nicht.
"Eine eigenständige Diagnose Mediensucht gibt es nicht."
Daniel Ott BZ: Herr Ott, Sie sehen, was zu viel Medienkonsum anrichten kann – wann ist viel zu viel?
Ott: Sobald negative Folgen für Jugendliche oder das Umfeld bestehen. Ein gutes Kriterium kann die Aggressivität sein. Angenommen, das Handy muss abends neun Uhr abgegeben werden und das ist nur unter großem Protest möglich. Eltern erkennen es, wenn sich der Alltag ihrer Kinder nur noch ums Handy dreht und sie ohne WLAN hibbelig werden, weil sie sich mit sich selbst schwer beschäftigen können.
BZ: Welche Menschen kommen zu Ihnen in die Beratung?
...

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