Die Mutter der Schulsozialarbeit

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Di, 21. Mai 2019

Emmendingen

Wehrle-Werk-Stiftung engagiert sich seit zehn Jahren.

EMMENDINGEN. Mit einer Feierstunde in der Fritz-Boehle-Werkrealschule wurde am Montag das Engagement der Wehrle-Werk-Stiftung für die Emmendinger Schulen gewürdigt. Seit zehn Jahren fördert die Stiftung des Unternehmens gemeinsam mit dem Verein Gesprächsraum Schule (Gesche) soziale Projekte an den Bildungseinrichtungen der Stadt. Insgesamt 100 000 Euro flossen bislang in die Schulsozialarbeit.

"Kompliziert" lautete zwar der Songtitel, mit dem die Band der Klasse sechs die Besucher, darunter zahlreiche Schulleiter und Mitglieder des Stiftungsrats und der Gesche-Vereinsspitze willkommen hieß, doch kompliziert war die Zusammenarbeit in dem zurückliegenden Jahrzehnt keineswegs. Sie entwickelte sich aus einem Gespräch bei einer Tasse Tee, wie Annegret Steinberg, Vorsitzende des vor 14 Jahren gegründeten Gesprächsraums Schule, erläuterte. Der Verein engagierte sich damals beim Aufbau der Schulsozialarbeit an Markgrafenschule und Goethe-Gymnasium und die Wehrle-Werk-Stiftung war auf der Suche nach neuen Vergabe-Feldern für die Stiftungsmittel – neben dem Betreuungsdienst in der Metzger-Gutjahr-Stiftung und dem offenen Quartierstreff Hochburger Straße sollte die Emmendinger Jugend gefördert werden.

Geschäftsführerin Barbara Schnellen war rasch für die Idee einer projektbezogenen Verwendung der Stiftungsgelder zu gewinnen – "unser Miteinander ist seither von großem gegenseitigen Vertrauen, Wertschätzung und Offenlegung unserer Arbeit geprägt" würdigte Annegret Steinberg die regelmäßigen finanziellen Zuwendungen an die Emmendinger Schulgemeinschaft, die sie mit jährlich 10 000 Euro angab . Davon wurden in den zurückliegenden zehn Jahren unzählige Projekte im Bereich der sozialen Arbeit angestoßen und finanziert, die über den normalen Schuletat kaum eine Chance gehabt hätten realisiert zu werden. Vom Schulbauernhof über Gewaltprävention oder Mobbing-Intervention, Schreibwerkstätten, Talentförderung, Schulorchester-Workshops bis hin zur Integration von Migranten im Unterricht.

Und zum runden Geburtstag gab’s von der Stiftung und Gesche ein hochwillkommenes Extrageschenk für alle Schulen, die Zusage von 200 Euro zur individuellen Verfügung.

Musikalische gestaltet wurde die Feier mit Chor- und Tanzeinlagen von den Fritz-Boehle-Schülern, die auch für die Verpflegung der Geburtstagsgäste sorgten. Für Barbara Schnellen gab’s einen großen Blumenstrauß als Dankeschön.