Nahversorgung

Ende des Jahres soll der neue Edeka-Markt Müller in Grafenhausen eröffnen

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Do, 25. Februar 2021 um 11:45 Uhr

Kappel-Grafenhausen

Jetzt geht es daran, den neuen Edeka-Markt zu bauen. Am Montag war der erste Spatenstich. Ingo Müller wird den Markt mit Backshop mit 1200 Quadratmetern Größe leiten.

Inhaber des Grundstücks und Investor ist die Firma Slate European mit Sitz in Luxemburg, von der Michael Mörth vor Ort war. Hauptmieter wird die Edeka-Südwest mit Sitz in Offenburg sein, wie Expansionsleiter Dirk Dombrowsky erläuterte. Die Edeka wiederum wird den Betrieb an Ingo Müller vergeben, der schon seit 25 Jahren den Markt in Mahlberg sowie den Markt in Kenzingen führt. Auch Müller war beim Spatenstich dabei.

Mehr Quadratmeter, mehr Parkplätze

Wie Dombrowsky berichtete, wird der neue Markt, der Ende des Jahres eröffnen soll, über eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmeter verfügen, mehr erlaubte der Regionalverband nicht. Der alte Markt hatte 730 Quadratmeter. Darin enthalten ist ein Back-Shop mit 42 Quadratmetern. Dazu kämen nochmals 550 Quadratmeter für Sozial- und Lagerräume, Büros und Leergutflächen. Die Zahl der Stellplätze erhöht sich von 35 auf 64.

Bürgermeister Jochen Paleit freute sich, dass nach dem sehr langen Planungsprozess jetzt mit dem Bau begonnen werde. Schon im Jahr 2011 – kurz nach seinem Amtsantritt – habe er erste Gespräche geführt und sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort gemacht. Glücklicherweise könne das Projekt jetzt wenige Meter nördlich des bisherigen Marktes umgesetzt werden.

Der richtige Platz für den neuen Supermarkt

Das sei der richtige Platz, um den Ort vital zu halten: "Der Markt ist auch gut zu Fuß erreichbar." Kappel-Grafenhausen sei eine prosperierende Gemeinde mit mehr als 5000 Einwohnern, für Kundschaft sei gesorgt. Viele Kunden aus dem Elsass würden sicher einen Stopp einlegen. "Für die Gemeinde ist das ein Meilenstein in der Nahversorgung." Der Neubau hatte sich verzögert, weil es einen Besitzerwechsel des Grundstücks gegeben hatte. Zuletzt hatte die Gemeinde mit dem neuen Investor über Lärmfragen und die Öffnungszeiten verhandelt. In einem städtebaulichen Vertrag ist zum Beispiel festgehalten, dass eine Nutzung des Parkplatzes zwischen 22 bis 6 Uhr untersagt ist. Der Markt darf von Montag bis Samstag von 6.15 bis 21.45 Uhr öffnen, am Sonntag von 8 bis 11 Uhr. Verladetätigkeiten sind nur bei geschlossenen Toren gestattet. Die Parkplätze haben eine geräuscharme Asphaltdecke.

Der Markt wird als einstöckiger Bau ausgeführt. Auf die Nachfrage der BZ, ob es angesichts des zunehmenden Flächenverlustes und des Mangels an Wohnungen nicht eine Option gewesen wäre, über dem Markt Wohnungen zu planen, erklärte Michael Mörth, dass dies grundsätzlich an jedem Standort eine Überlegung wert sei: "Meist wird das bis jetzt nur in Städten gemacht. Hier an diesem Standort nicht." Technisch sei es nicht ganz einfach, die beiden verschiedenen Nutzungen unter einen Hut zu bringen.