Endstation einer Flucht

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mi, 12. November 2008

Freiburg

Mindestens 43 Häftlinge des Freiburger Wehrmachtgefängnisses wurden während des Zweiten Weltkriegs hingerichtet / Von Frank Zimmermann

Das Freiburger Gefängnis im Stadtteil Herdern war in der NS-Zeit eines von acht zentralen Wehrmachtgefängnissen im Deutschen Reich. Hier waren Menschen inhaftiert, die von einem Militärgericht angeklagt oder verurteilt worden waren – ein Großteil Soldaten, mindestens 43 von ihnen wurden hingerichtet. Es könnten aber auch mehr gewesen sein, sagt der Freiburger Historiker Peter Steinkamp, der über das Gefängnis an der Sautierstraße geforscht hat. Die Zahl der Hingerichteten geht aus einem Nachkriegsbericht des Freiburger Juristen Karl Siegfried Bader (1905–1998) hervor, der als Schreiber im Gefängnis seinen Wehrdienst leistete, ehe er begann, als Anwalt Häftlinge zu verteidigen.

Im Laufe des Kriegs wuchs die Zahl der von Militärgerichten verhängten Todesurteile an. Weil die Militärgefängnisse ab 1942 überfüllt waren, ging man dazu über, Häftlinge in ...

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