Wörterbuch

Eppler schaut der Politik aufs Maul

Uwe Pörksen

Von Uwe Pörksen

Mi, 28. Oktober 2009 um 00:08 Uhr

Kultur

Ein kleines Wörterbuch hat Erhard Eppler vorgelegt, das der Politik in 47 Stichwörtern aufs Maul schaut. Und den sprachkritischen Blick auf Vokabeln wie Experte, Gutmensch, nachhaltig, Schwabe und Wachstum richtet.

Es gibt politische Reden, die ihre Sprengkraft der Klärung eines Begriffs verdanken. Als Ferdinand Lassalle, Gründer des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, 1862 in Berlin eine Rede über "Verfassungswesen" hielt, erläuterte er Schritt für Schritt: Verfassungen seien Ausdruck von Machtverhältnissen und die gegenwärtigen Verhältnisse zwängen Preußen, das Dreiklassenwahlrecht zu verlassen und zum Allgemeinen Wahlrecht überzugehen.

Als Erhard Eppler für den 26. September 2001, vierzehn Tage nach der Attacke auf die Twin Towers in New York, in Berlin den Vortrag "Braucht die Politik eine neue Sprache?" angekündigt hatte, spitzte er das Thema auf die Frage zu, ob tatsächlich ein "Krieg gegen den Terrorismus" anstehe. "Ich tue es deshalb, weil Politik immer auch Benennungshandeln ist, ...

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